Ausbildung zum Hotelfachmann – wie Mattis seinen Azubi-Alltag erlebt

Es ist wieder soweit – viele junge Leute haben im August ihre Ausbildung begonnen. Heute berichtet Euch ein „alter Hase“ im dritten Lehrjahr über den vielfältigen Ausbildungsberuf zum Hotelfachmann/-frau.

Ich bin Mattis Neumann, 19 Jahre alt und Auszubildender zum Hotelfachmann im dritten Lehrjahr im Upstalsboom Parkhotel in Emden.

Ich berichte Euch nun von meinem Azubi-Alltag und was ich während meiner vielseitigen Ausbildung erlebe:

Schon morgens stehe ich mit guter Laune auf und freue mich ins Hotel zu gehen, in welches unser Team und ich Leben bringen. Das erfüllt mich täglich mit Motivation und Freude! Als Azubi trage ich dazu bei, ein Hotel am Laufen zu halten. Das ist ein gutes Gefühl!

Arbeiten hinter den Kulissen

Mein Tag beginnt am Mittag mit den Vorbereitungen im Restaurant für das Mittagsgeschäft. Als erstes werden die Tische eingedeckt, die Getränkebestände an der Bar kontrolliert und im Restaurant Staub gesaugt. Langweilige Routinearbeit könnte man meinen – und das wäre es ohne meine Kollegen auch! :) Wir können Spaß haben, helfen uns gegenseitig und sind dabei trotzdem konzentriert an unseren Aufgaben. Wir sind einfach alle zusammen ein eingespieltes Team.

Meine Kollegen beim Eindecken der Tische

Gästeorientierter Service

Während des Mittagsgeschäfts werde ich dann zum Gastgeber. Es werden Bestellungen aufgenommen, Getränke zubereitet und die gewünschten Speisen zu den Gästen an den Tisch gebracht. Dabei macht es mir Freude unsere Stammgäste zu bedienen. Man wechselt ein paar Worte und lacht gemeinsam. Es ist toll zu sehen, wie ich Menschen das Mittagessen verschönern kann. Gelegentlich kommt auch Bodo bei uns essen – das finde ich dann immer besonders cool. Der oberste Chef kommt zu uns essen, wie jeder andere auch. Das ist schon was Besonderes.

Leckere Speisen werden serviert

Nachbereitungen

Nach dem Mittagsgeschäft wird das Restaurant für abends vorbereitet. Hierzu werden wieder die Tische eingedeckt und die Spirituosen und Softdrinks in der Bar aufgefüllt. Auch werden am Nachmittag die Veranstaltungsräume für Tagungen, aber auch für Bankettveranstaltungen wie Geburtstage oder Hochzeiten hergerichtet.

Es ist ein tolles Gefühl zu sehen, wie sich die Geburtstagskinder oder die Hochzeitsgäste über einen schön dekorierten Raum freuen.

Silvester: älteres und junges Päärchen werden mit Sekt bedient

Service am Abend

Abends bin ich dann gerne an der Bar eingeteilt. Barkeeper zu sein ist einfach ein geniales Gefühl! :)

Meine Kollegen nehmen die Bestellungen der Gäste auf und legen mir diese dann an die Bar; daraufhin beginnt der Spaß für mich: Leicht ist es, wenn es gilt ein Bier zu zapfen. Lustig wird es, wenn ich Getränke für 10 Personen mit 10 verschiedenen Wünschen zubereiten darf. Das ist dann ein Zusammenspiel von Kopf und Körper. In dieser Situation muss ich wissen, wo meine Getränke stehen und wie lange ich brauche, um diese servierfertig zu haben. Währenddessen werden natürlich noch mehr Getränkebestellungen zu mir gebracht. So ein Moment kann leicht stressig werden, aber nicht für mich. Ich liebe die Herausforderung an der Bar! Ich verfalle dann immer in einen Flow der mir unheimlich Spaß macht. :)

Wenn sich der Abend dem Ende neigt, wird wieder alles „auf Null“ gesetzt. Bestecke und Gläser werden poliert, die Bar wird gereinigt, Getränke werden aufgefüllt und Vorbereitungen für den nächsten Tag getroffen.

Nach solch einem Tag kann ich mit guter Laune und einem Gefühl von Erfüllung nach Hause gehen. Besser könnte so ein Tag nicht laufen.

Ich spreche hier nur von dem Tag als Servicekraft im Restaurant. Als Hotelfachmann bin ich aber auch in der Abteilung des Housekeepings, der Küche und der Rezeption tätig, welche noch einmal einen ganz anderen Tagesablauf haben. Diese Vielfalt ist es, die mich an diesem Beruf begeistert. Ich habe in den letzten zwei Jahren so viel gelernt und bin immer noch nicht fertig. Ich freue mich auf noch ein Jahr Ausbildung und danach auf weitere schöne Jahre bei Upstalsboom.

Ich hoffe Euch gefiel unser Azubibericht? :)

Liebe Grüße

Saskia

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