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Bernstein sammeln an der Ostsee

An den Ufern der Ostsee kommt er in Hülle und Fülle vor: Bernstein, das Gold des Nordens. Seit der Steinzeit galt das fossile Baumharz als Schmuck, Zahlungsmittel und Arznei gegen alle Arten von Krankheiten. Es ist ein faszinierendes Erlebnis, einen frisch aus dem Wasser angeschwemmten Klumpen am Strand zu entdecken. Erfahre, wie und wo Du den beliebten Schmuckstein findest und lerne zu testen, ob Dein Fund echt ist.

Bernstein – ein wertvolles Fossil

Die große Menge des organischen Minerals stammt aus ausgedehnten Nadelwäldern. Diese bedeckten vor 30 bis 40 Millionen Jahren die Ostsee, die damals noch Festland war. Der Stein ist das versteinerte Harz dieser Bäume. Es dauerte über 20 Millionen Jahre, bis sich das klebrige Harz verfestigte, aushärtete und kristallisierte.

Das fossile Baumharz variiert in den Farben Gelb, Orange, Rot, Weiß, Braun und Schwarz. Auch grünliche und bläuliche Sorten sind zu sehen. Die Farbe wird durch die Anzahl und Größe der Luftblasen bestimmt. Klare Exemplare enthalten kaum Luftblasen. Allerdings erscheinen die Klumpen überwiegend gelblich mit milchig weißem Schimmer.

Ein Urlaub an der Ostsee lohnt zu jeder Jahreszeit. Doch Herbst und Frühling sind die besten Zeiten, um den Bernstein an der Ostseeküste zu sammeln. Dann ist das Meer kühler und dichter als im Sommer und entwickelt dadurch einen größeren Auftrieb, der die leichten Brocken an den Strand spült. Außerdem gibt es weniger Leute am Strand, was das Suchen angenehmer gestaltet. Wenn dann noch die Sonne scheint, werden die Steine zum Leuchten gebracht und lassen sich besonders gut finden.

Folge den Möwen zum Bernstein sammeln

Bernstein bewegt sich durch Strömungen und Wellen schnell hin und her. Nach einem Sturm bestehen die größten Chancen, Steine zu finden, da das kostbare Gut an den Strand gespült wird. Dazu gesellen sich aus dem Meer angeschwemmte Algen, Seegras oder Holzreste. Am besten machst Du einfach ein bis zwei Tage nach Abflauen eines Sturms einen Spaziergang entlang des Wassers.

Ein Geheimtipp: Halte Ausschau nach Möwen und anderen Küstenvögeln, die das Schwemmgut nach Seetang oder Seegras durchsuchen.

Profi-Sucher erhöhen ihre Chancen mit speziellen Lampen. Diese senden ein ultraviolettes Licht aus, das die biologischen Mikroorganismen im Mineral fluoreszieren und aufleuchten lässt. Bei Dunkelheit lassen sich auf diese Weise große und kleine Schätze erspähen.

Sieht aus wie Stein, ist leicht wie Holz

Deine Suche war erfolgreich? Dann stellt sich nun die Frage: Ist das Fundstück echt? Diese Anleitung zum Testen bietet eine Vielzahl von Methoden, um Dir zu helfen.

  • Du erkennst das fossile Harz daran, dass es leichter als Stein ist und sich wärmer anfühlt.
  • Bernstein schimmert in einem matten Farbton und erzeugt einen hohlen Klang, wenn Du ihn an die Zähne stößt.
  • Bei Erwärmung entwickelt der spröde Mineralstein einen charakteristischen Geruch nach Harz- oder Kiefernnadeln.
  • Reibe Dein Fundstück eine Weile gegen ein Stück Stoff wie Wolle. Wenn es sich um einen Bernstein handelt, ist dieser elektrisch aufgeladen und zieht Haare, Staubkörner oder andere kleine Partikel an.
  • Wenn Du noch Zweifel hast, versuche einen Test. Löse 170 g Salz in 1 Liter Wasser. In dieser gesättigten Salzlösung schwebt der Bernstein nach oben, während Steine, Glas oder Kunstharz nach unten sinken.

Achtung Verwechslungsgefahr – weißer Phosphor

Achte darauf, Deinen Fund nicht mit Phosphor zu verwechseln. Dies ist zwar ein seltener Fall, kann aber vorkommen. Weißer Phosphor ist ein Überbleibsel des Zweiten Weltkriegs und wird immer wieder mal in kleinen Mengen an die Strände gespült. Er hat das gleiche Gewicht wie der beliebte Schmuckstein und bildet sich in ähnlicher Weise zu Klumpen. Trotz des Namens ist Phosphor nicht mehr weiß, sondern sieht Bernstein zum Verwechseln ähnlich. Es ist gefährlich, sich zu irren. Phosphor ist giftig und leicht entflammbar – schon bei Temperaturen ab 20 Grad. Deshalb ist es eine gute Idee, einen Glas- oder Metallbehälter für Deine Funde mitzuführen. Stecke die Klümpchen niemals in die Hosentasche, denn Phosphor brennt mit 1.300 C° und ist nicht mit Wasser zu löschen. Weitaus besser ist es, mit Sand den Phosphor im Zweifelsfall mit Sand abzudecken.

Welche Strände der Ostsee eignen sich am besten für die Suche?

Die besten Orte für die Jagd nach dem Gold des Nordens sind die Strände an den Ostseeküsten von Usedom, Rügen sowie die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Auch die Insel Poel und der Küstenabschnitt zwischen den Badeorten Boltenhagen und Graal-Müritz belohnen mit Finderglück.

Wenn Deine Begeisterung geweckt ist und Du eine passende Unterkunft für Deinen Urlaub an der Ostsee benötigst, lohnt ein Blick auf das Angebot von Upstalsboom. An den schönsten Orten der Ostsee warten Ferienwohnungen und Ferienhäuser auf Dich. Von Boltenhagen über Graal-Müritz, Kühlungsborn, Rügen bis nach Usedom. Außerdem im Angebot ist das Aparthotel Boltenhagen sowie Vier-Sterne-Superior-Hotels in Kühlungsborn und Usedom. Die Urlaubsparadiese von Upstalsboom liegen in bester Lage und ermöglichen schöne Ausflüge in die Hansestädte der Ostsee wie Wismar, Rostock, Stralsund und Greifswald. Auch die größte Insel Deutschlands, Rügen, mit ihrem berühmten Kreidefelsen Königsstuhl ist in greifbarer Nähe.

Ein besonderes Ausflugsziel befindet sich in Ribnitz-Damgarten: Das Deutsche Bernsteinmuseum. Entdecke verschiedene Arten des Minerals, Schmuck und Kunstwerke aus verschiedenen Epochen. In einer der Werkstätten des Museums ist es möglich, mit dem Werkstoff zu arbeiten.

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