Busy Bee – ein emsiges Projekt!

„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet,
hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.
Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr,
keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr,
kein Mensch mehr.“

Albert Einstein
Theoretischer Physiker

 

Liebe Freunde,

Bei dem Wort „Bienen“ denken viele Menschen vor allem an Honig. Doch mittlerweile geht es nicht nur um die süße Köstlichkeit, die Ihr morgens auf dem Brötchen oder im Müsli genießt und mit der Ihr vielleicht Euren Tee süßt, sondern es geht um sehr viel mehr: nämlich um die Ernährung der Menschheit, der Tierwelt und die Existenz der Pflanzen. Kurzum – es geht um das Leben auf der Erde. Klingt schlimm, findet Ihr? Das ist es tatsächlich auch.

Deshalb möchte ich Euch heute über unser kleines Nachhaltigkeitsprojekt erzählen, das mir ganz besonders am Herzen liegt: Wir nennen es ‚Busy Bee‘ – fleißiges Bienchen.

Das Sprichwort kommt nicht von ungefähr; Bienen sind den lieben langen Tag emsig damit beschäftigt, Blüten zu bestäuben. Eine wahrhaft lebenswichtige Aufgabe – für uns alle. Ein Rückgang oder gar das Ausbleiben der natürlichen Bestäubung, die nicht wirklich zu ersetzen ist (in China werden heute sogar schon Blüten von Menschenhand bestäubt!), hätte gravierende Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem. Und somit auf alle Menschen dieser Erde. Auch auf Dich und mich.

Ohne Bestäubung würde die Ernte von etwa 75% der Nutzpflanzen, auf die wir zu Ernährungszwecken angewiesen sind, deutlich geringer ausfallen. Unzählige wichtige Obst- und Gemüsesorten wie z.B. Äpfel, Erdbeeren, Tomaten und Kirschen sowie Futterpflanzen für die Fleisch- und Milchproduktion würden auf 10-20% des normalen Ertrags reduziert. Auch würden viele Pflanzenarten aussterben, da sie ohne Befruchtung keine Samen bilden, um sich fortzupflanzen. Das ist eine schreckliche Vorstellung. Aber leider ist dieses Szenario nicht so weit weg, wie Ihr vielleicht denken mögt, denn das weltweite Bienensterben ist dramatisch. Allein in Deutschland ist die Zahl der Bienenvölker seit 1990 von rund 1,1 Millionen um 30% auf etwa 700.000 Völker geschrumpft. Versteht mich richtig, ich möchte Euch keine Angst machen, sondern einfach nur ein Bewusstsein für die Situation wecken. Auf die ein oder andere Weise kann nämlich auch ‚der kleine Mann‘ helfen – oder ‚der kleine Hund‘. ;-)

Warum sterben die Bienen aber überhaupt? Dafür gibt es leider viele Gründe…

Monokulturen

Ackerränder und Wiesenstreifen sind größtenteils verschwunden, Hochertragssorten in der Landwirtschaft bieten kaum noch Pollen und Nektar, unsere Gärten sind geprägt von kurz gehaltenen, pflegeleichten Rasenflächen, Steingärten und Kiesflächen. Insbesondere die Monokulturen nehmen den Bienen ihren natürlichen Lebensraum und oft bleibt ihnen nur eine große, weite, grüne Wüste. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung großer Flächen müssen die Bienen weite Strecken fliegen, um ausreichend Nektar zu sammeln. Die Energiegewinnung aus Biogasanlagen reduziert das Nahrungsangebot weiter, denn auf Wiesen und Grünland wird verstärkt Mais, der Energierohstoff für die Methanproduktion, angebaut. Ohne Hilfe würden viele Bienen spätestens im Winter schlichtweg verhungern.

Pestizide und Schädlinge

Durch den EU-weiten, großflächigen Einsatz verschiedenster Insektizide nehmen die Honigbienen Giftstoffe auf, die das gesamte Volk chronisch schwächen und es so anfälliger für Krankheiten und Milbenbefall macht. Die meisten Pflanzenschutzmittel sind für Bienen zwar nicht direkt tödlich, doch sie sorgen unter anderem dafür, dass Bienen die Orientierung verlieren und nicht mehr zu ihrem Stock zurückfinden. Außerdem beeinträchtigen sie die Kommunikation der Bienen untereinander.

Die Varroa-Milbe, die aus Asien eingeschleppt wurde, setzt sich blutsaugend an der Biene fest und befällt auch die Brut. Gleichzeitig überträgt die Milbe Viren, gegen die sich ein immungeschwächtes Volk nicht mehr wehren kann. Um zu überleben, muss mittlerweile jedes Bienenvolk Jahr für Jahr behandelt werden.

Ähnlich verheerende Auswirkungen hat die Buckelfliege. Dieser Parasit legt seine Eier in der Biene ab, die dadurch qualvoll zugrunde geht.

Immunsystem

Kleine Bienen mit geschwächtem Immunsystem.

Ein weiterer Faktor, ist die Mangelernährung aufgrund fehlender Vielfalt in der Pflanzenwelt. Die Immunaktivität von einseitig ernährten Bienen ist nachweislich schwächer (Stichwort Monokulturen). Je vielfältiger das Nahrungsangebot, desto widerstandsfähiger sind die Bienen gegen Krankheiten.

Was können wir also machen?

Auch kleine Schritte helfen, wenn sie Schule machen. Wir Upstalsboomer haben seit Juni 2017 ein eigenes Bienenvolk geleast und bei uns auf der Terrasse der Zentrale in Emden aufgestellt. Möglich wurde dieses durch die Zusammenarbeit mit der Firma BEE-RENT. Durch einen monatlichen Leasing-Beitrag wird sich um alles Notwendige zur professionellen Hege und Pflege des Bienenvolkes gekümmert. Ihr bietet lediglich einen geeigneten Platz für den Bienenstock.

Neben der wichtigen Schaffung von Raum und vor allem Zukunft für die Bienchen, erhalten wir nun sogar Jahr für Jahr unseren eigenen Honig. Es ist eine wahre Freude unsere emsigen kleinen Freunde bei ihrem unermüdlichen Treiben zu beobachten und zu wissen, dass wir damit einen kleinen Beitrag für den Erhalt der Bienen leisten.

Mitmachen – es ist ganz einfach!

Ihr möchtet auch die Bienenpopulation unterstützen und habt Interesse an einem eigenen Bienenvolk für Euch privat oder Eurer Firma? Ich würde mich freuen, wenn ich Euch mit meiner Begeisterung für diese wichtigen und faszinierenden Tierchen anstecken konnte.

Hier erfahrt Ihr alles über das Leasing von Bienenvölkern: www.bee-rent.de

Machen wir die Welt ein klitzeklitzekleines bisschen besser… es fängt immer bei einem selbst an. In diesem Sinne sende ich Euch herzliche Grüße!

Eure Käthe

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