Das Schaltjahr – Doch nicht alle 4 Jahre?

Alle vier Jahre gewinnen wir einen Tag im Februar dazu. Aber woher kommt das Schaltjahr eigentlich, was hat der 24. Februar damit zu tun und wie kann man den „gewonnenen Tag“ richtig nutzen? 

Der Ursprung des Schaltjahres

Schon im Jahr 238 v. Chr. ordnete Ptolemaios II. im antiken Ägypten an, dass alle vier Jahre ein Tag einzufügen sei, um die Verschiebung der Jahreszeiten zu verhindern

Julius Caesar löste den noch sehr ungenauen römischen Kalender mit seinen 355 Tagen 45 v. Chr. mit dem Julianischen Kalender ab. Dieser beinhaltete erstmals die Schaltjahrregelung: Alle durch vier teilbaren Jahre wurden um einen Tag erweitert, sodass das Jahr im Durchschnitt 365,25 Tage hatte.

Anders als heute gab es aber keinen 29. Februar. Und auch sonst keinen „neuen“ Tag. Caesar hat stattdessen einfach den 24. Februar verdoppelt.  Damit sollte vermieden werden, dass ein Geburts- oder Namenstag in den übrigen Jahren ausfällt. Auch der Februar ist nicht willkürlich gewählt: Im alten Rom war er der letzte Monat des Jahres und weniger bedeutsam. 

Statue von Julius Caesar

Wirklich alle vier Jahre? 

Für eine vollständige Umrundung der Sonne benötigt die Erde 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden. Mit 365 Tagen ist das Jahr also zu kurz. Wenn wir dies alle 4 Jahre mit einem Schaltjahr ausgleichen würden, lägen wir im Schnitt bei 365 Tagen und 6 Stunden. Schon besser.

Das würde allerdings dazu führen, dass das Jahr immer später beginnt: Jahr für Jahr 11 Minuten und 14 Sekunden. Nach gut 120 Jahren wäre der Sommeranfang einen Tag früher, nach etwa 3.600 Jahren einen ganzen Monat und nach ca. 22.300 Jahren hätten Sommer und Winter ihren Platz im Kalender getauscht. 

Da unser gregorianischer Kalender den Anspruch hat das Jahr möglichst genau abzubilden, ist am Ende doch nicht jedes vierte Jahr ein Schaltjahr: Denn alle Jahre, die auch (ganzzahlig) durch 100 teilbar sind, sind keine Schaltjahre. 

Die Ausnahme von der Ausnahme

Damit man nicht zu wenig verwirrt wird, bleibt es leider noch nicht dabei. Denn wenn die Jahreszahl durch 100, aber auch durch 400 teilbar ist, gibt es doch wieder den Schalttag am 29. Februar. Darum war auch, wie dem aufmerksamen über 20-Jährigen unter auch sicher aufgefallen ist, das Jahr 2000 366 Tage lang.

Dennoch sind wir nach all dem noch immer nicht ganz am Ziel angekommen, aber fast: Wir liegen nur 26,784 Sekunden daneben. Damit würde sich der Sommeranfang erst nach ca. 3.200 Jahren um einen Tag verschieben, statt nach 120 Jahren. Eine Ungenauigkeit, die als vertretbar angesehen wird. 

Den Zusatztag richtig nutzen

Das einzige, was ihr euch wirklich merken müsst: Ihr habt in diesem Jahr einen ganzen Tag mehr. Also solltet ihr ihn sinnvoll einsetzen!

Mit dem 29. Februar verabschieden wir auch den meteorologischen Winter. Also ist nun ein Frühjahrsputz angesagt! Spätestens nach Marie Kondos Buch über die KonMarie-Methode erfreut sich der Minimalismus größerer Beliebtheit. 

Viele Menschen werden automatisch innerlich ruhiger, wenn ihre Wohnungen und auch ihr Arbeitsplatz weniger überfüllt ist. Ihr müsst natürlich nicht von heute auf morgen alles wegwerfen. Aber vielleicht lohnt sich ein bewusster Blick in die Wohnung. Was brauche ich wirklich, was bereitet mir Freude? Der zusätzliche Vorteil: Was du aussortiert, kann über eine Spende vielleicht jemand anderen viel glücklicher machen!

Yoga, Meditation am Strand

Mit dem Frühjahrsputz muss nicht das wortwörtliche Putzen gemeint sein. Versucht euch im Meditieren – es braucht manchmal ein wenig Zeit, aber wenn ihr euch darauf einlasst, kann es Wunder wirken und bei euch innerlich aufräumen. Auch Yoga kann so eine Wirkung haben. Das Schöne daran: Beides muss überhaupt nicht aufwändig sein. 

Wer gelassen in den Frühling starten möchte, kann auch mit einem Wellness-Tag beginnen. Egal ob ein einfaches Schaumbad in den eigenen vier Wänden, eine Sauna-Besuch mit anschließender Massage oder gleich alles zusammen bei einem Wellness-Wochenende. Selbst ein entspannter Spaziergang am Meer kann die Seele schon reinigen. Einfach mal tief durchatmen. Zusatz-Tipp: Das gilt nicht nur im Schaltjahr! ;-)

Genießt euren Extra-Tag!

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