Faszination Leuchttürme – die Wegweiser des Nordens

Leuchttürme – einst lebensrettendes Signalfeuer für die Schifffahrer, heute Touristenattraktion und ausgefallene Hochzeitslocation.

Die Geschichte der Leuchttürme und ihre Bedeutung

Regen Seehandel und dazugehörige Leuchtfeuer haben eine lange Geschichte. Sie beginnt weit vor Christi Geburt, ca. 300 Jahre zuvor. Zwei der ältesten bekannten Leuchtfeuer wurden zu dieser Zeit errichtet; der griechische Koloss von Rhodos und der ägyptische Pharos von Alexandria, welche beide zu den sieben Weltwundern zählen.

Einst wurden auf den Leuchttürmen sogenannte Signalfeuer mit Reisig und Holz errichtet um die Seefahrer zu lenken. Im Laufe der Zeit änderten sich die Brennstoffe bis schließlich 1820 spezielle Linsen das Feuer ablösten. Heute wird durch Rotation und die Umdrehungszeit der Linsen ein rhythmisch farbiges Blinken erzeugt. Jeder Leuchtturm hat dadurch eine spezifische Wiederkehr und Kennung, die in Seekarten und im Leuchtfeuerverzeichnis veröffentlicht wird. Die Reichweite eines Signalfeuers liegt zwischen 5 und 20 Seemeilen (also zwischen 10 und 37 Kilometern).

Gegenwärtige Nutzung der Leuchttürme

Modernste Technik hat die Bedeutung der Leuchttürme heutzutage geschmälert. Dennoch können die eingesetzten Technologien visuelle Seezeichen nicht vollständig ersetzen. Bei einem Ausfall der GPS-Geräte beispielsweise, dienen Sie weiterhin als unverzichtbare Absicherung.

Als beliebtes Foto- und Postkartenmotiv dienen sie heutzutage außerdem als beliebte und ausgefallene Hochzeitslocation. Alleine auf dem Leuchtturm „kleiner Preuße“  im Nordseebad Wremen wurden im vergangen Jahr die Hälfte aller Trauungen der Gemeinde abgehalten. Zum Thema heiraten auf dem Turm weiter unten mehr…

Für alle die fit genug sind, empfehle ich die Besichtigung eines Leuchtturms um die fantastische Aussicht zu genießen. Mitunter müssen allerdings ziemlich viele Stufen erklommen werden – wie zum Beispiel auf dem Campener Leuchtturm der Gemeinde Krummhörn, dort sind es 332 Stufen an der Zahl J

Wer ist der Größte, Schönste und Bekannteste im ganzen Land?

 Größter Leuchtturm Deutschlands ist der Campener Leuchtturm in der Gemeinde Krummhörn und wird  liebevoll als „Bruder des Pariser Eifelturms“ bezeichnet. Er ist 65 Meter hoch und zeigt noch heute den Schiffen auf der Ems die Wege nach Emden, Leer, Papenburg und Delfzijl. Um seinen Ausblick zu genießen zu können, müsst ihr allerdings viele viele Treppen steigen. :)

Einer der kleinsten deutschen Leuchttürme ist der Kleine Preuße im Nordseebad Wremen. Der Leuchtturm wurde 1906 erbaut und 1930 als Oberfeuer auf einen anderen Leuchtturm gesetzt. Nach 75 Jahren wurde er nachgebaut, erhielt seinen heute so markanten schwarz-weißen Anstrich und wurde an seinem ursprünglichen Platz als maritimes Wahrzeichen wieder aufgestellt. Der kleine Preuße ist 10 Meter hoch und ist heute eine der beliebtesten Hochzeitslocations der Region.

Der kleinste Leuchtturm Deutschlands steht übrigens auf der nordfriesischen Hallig Oland, hat als einziger Leuchtturm ein Reetdach und ist gerade mal 7,45 Meter hoch.

Der älteste Leuchtturm ist der Herkulesturm im spanischen A Coruña. Erbaut wurde er 110 n. Chr. und wurde im Jahr 1791 ausgebaut. Er zählt heute als der älteste noch in Betrieb stehende Leuchtturm der Welt und gehört seit 2009 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Für einen Ausblick auf den Atlantik müssen ganze 55 Meter und 242 Stufen erklommen werden.

Einer der wohl bekanntesten Leuchttürme des Nordens:

Wer kennt Ihn nicht, den gelb-roten Pilsumer Leuchtturm der Gemeinde Krummhörn? Seine Berühmtheit erlangte er in den Achtzigern durch Otto Waalkes Film „der Außerfriesische“. Erbaut wurde er 1883 als eines von fünf Leuchtfeuern (zu dem auch der Campener Turm gehört), die die Unter-Ems beleuchten sollten. Der Turm wurde bis 1915 befeuert und dann stillgelegt. Lange Zeit wurde nichts an dem Turm gemacht, bis er sogar fast abgerissen werden sollte. Im Jahr 1973 kam die rettende aufwändige Sanierung. Heute wird der Turm als Trauzimmer der Gemeinde Krummhörn genutzt und ist DAS Postkartenmotiv für die Nordsee.

Heiraten auf dem Turm oder am Strand

Viele ehemalige Personalräume der Leuchttürme wurden in der Zwischenzeit umfunktioniert und so kann man in einigen von Ihnen heiraten. Wer sich an so einem besonderen Ort in luftigen Höhen das Ja-Wort geben möchte, ist an der Küste gut aufgehoben. Für alle Interessierten anbei einige Links. Übrigens könnt Ihr bei uns im Norden auch sehr romantisch am Strand, zum Beispiel in Schillig heiraten. Falls Ihr noch Tipps oder Anregungen für das Catering / Hochzeitsbuffet braucht, schaut doch mal in unserem Blog-Beitrag zum Thema rein.

Und hier noch ein paar interessante Links für Euch:

Kleiner Preuße im Nordseebad Wremen

Alter Turm auf der Nordseeinsel Wangerooge

Der alte Leuchtturm auf der Nordseeinsel Borkum

Heiraten an der Ostsee: Egal ob Leuchtturm, Strand, oder Seebrücke – hier stehen Euch einige Möglichkeiten zur Verfügung.

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