Föhr in der Nebensaison – Ausflugstipps für jedes Wetter

Herbst und Winter haben an der Küste einen besonderen Charme. Das Naturwunder Wattenmeer ist bei wechselhaftem Wetter manchmal sogar noch viel atmosphärischer und lebendiger. Wir haben uns mal auf Föhr umgesehen …


Also, eigentlich kennen wir hier oben gar kein schlechtes Wetter. Das Maximum ist Schietwetter und das kommt nicht oft vor. Um Missverständnisse zu vermeiden, haben wir mal Festlandwetter in Küstenwetter übersetzt:

Nachfolgend haben wir für unseren neues Wellness Resort in Wyk auf Föhr ein paar Tipps zusammengestellt, die einen Besuch oder Urlaub auch außerhalb der Saison bei uns lohnenswert machen. Eigentlich… das einzige, was sich bei nicht so gutem Wetter nicht so lohnt, ist auf dem Badetuch am Strand liegen. Was man bei uns alles als Familie erleben kann, hat übrigens auch Thomas Weiß von Trips4Kids sehr schön in einem Artikel zusammengefasst.

Ein Grabstein mit der ausführlichen Geschichte des verstorbenen.

© Föhr Tourismus

Sprechende Grabsteine

Das Wahrzeichen der Insel Föhr sind die drei mittelalterlichen Kirchen in Süderende, Wyk-Baldixum und Nieblum. Die dortige St. Johannis-Kirche wird auch „Friesendom“ genannt. Neben den uralten Kirchen und allerhand künstlerischen Werken im Inneren, faszinieren besonders die „sprechenden Grabsteine“. Denn anders als in den meisten Gegenden, in denen die Infos auf einem Grabstein auch in einen Tweet passen, sind hier nicht selten ganze Lebensgeschichten verewigt. Etwa die vom „Glücklichen Matthias“ – dem erfolgreichsten Walfänger der Nordfriesen.

Ausflüge nach Draußen

Sofern nicht gerade 15 Meter hohe Brecher über dem Deck zusammenschlagen und der Matrose nicht alle 10 Minuten „Mann über Bord!“ rufen muss (Schmuddelwetter, siehe oben), können Schiffsfahrten zu den Halligen Hooge, Langeness oder Gröde oder Tagesausflüge nach Amrum so ziemlich bei jedem Wetter anregend sein.

Wellen peitschen im Sturm über den Holzsteg

© Günter Unnasch

Und wenn Ihr glaubt, Wattwanderungen macht man nur bei schönem Wetter – dann entgeht Euch etwas! Anbieter von geführten Wattwanderungen weisen in der Regel darauf hin, dass für die Durchführung eine „sichere Wetterlage“ nötig ist, keine „schöne“. Es gibt sogar spezielle Winter-Wattwanderungen. Dafür sollte man allerdings eine gewisse Fitness mitbringen. Ganz besonders beliebt sind Wattwanderungen zum Kormoransand (Hauptwohnsitz der Seehunde) sowie von Föhr nach Amrum oder in umgekehrter Richtung. Und so ein Gang durchs Watt beispielsweise bei niedrigem Nebel kann etwas Magisches haben! Kindgerechte Wattwanderungen gibt es natürlich auch!

Ausflüge nach Drinnen

Heute bedeutet ein Museumsbesuch in der Regel sehr viel mehr. Dazu gehören nicht nur Darstellungsformate, sondern oft auch Workshops für Groß und Klein. Dafür möchten wir Euch beispielhaft zwei Angebote ans Herz legen.

Das Museum in Alkersum auf Föhr hat sich neben seinen Ausstellungen der Kunstvermittlung verschrieben – und zwar auch für Erwachsene. Die Workshops sind thematisch natürlich verschieden, haben aber alle einen theoretischen und einen praktischen Teil, den man etwa in der großen Werkstatt gut ausleben kann.
Daran angegliedert ist übrigens ein Hygge-Raum. Hygge kennt Ihr noch nicht? Fragt mal bei Dänen nach. Dahinter verbirgt sich weit mehr als nur ein Einrichtungskonzept.

Auch beim Dr. Carl Häberlein Friesen Museum in Wyk sind immer wieder Workshops, Seminare, Filmvorführungen usw. im Programm. Und ja, auf Facebook, Twitter und Instagram sind die auch unterwegs! Von wegen Museum und alt und so…

Indoor Wellness für die innere Ruhe

Wenn man Körper und Geist mal so richtig „fliegen“ lassen möchte, dann ist die kalte Jahreszeit auf Föhr vielleicht sogar besser geeignet als die saisonalen Hoch-Zeiten. Dann ist kein Vollbetrieb und entsprechend alles etwas ruhiger.

Wellness-Bereich in unserem Hotel in Wyk auf Föhr mit Blick aufs Meer

Wellness-Bereich in unserem Hotel auf Föhr

Na klar, unser Wellnessbereich kann schon was: 2.000 Quadratmeter auf zwei Ebenen mit Sauna, Dampfbad, Sportbereichen, Anwendungsbereichen sowie Innen- und Außenpool. Aber wem das nicht immer reicht, der kann auch auf das Kurzentrum ausweichen oder den Kurkliniken „Klinik Westfalen“ und „Nordseeklinik Sonneneck“ sowie dem „Nordseesanatorium Marienhof“ nach ambulanten Anwendungen nachfragen. Das bieten alle Häuser an.
Und zwischendurch ein Bummel durch Wyk oder über die kilometerlange barrierefreie Strandpromenade.

Die See macht den Unterschied

Fast alles, was man im Sommer bei uns machen kann, geht auch in den kühleren Jahreszeiten. Gut, nur in Badebuchse am Strand liegen… das tut nicht Not. Nur besonders Hartgesottene wagen sich zum Beispiel wie hier in die kalten Fluten beim traditionellen Neujahrsschwimmen.

Neujahrsbaden: Währen dutzened Schaulustige warm eingepackt am Strand stehen, rennen zwei Mädchen gerade mit Bikini in die Nordsee und ein junger Mann ist im Köpper-Flug

© Folker Winkelmann

Doch für viele Besucher liegt der besondere Reiz in der Weite der See, im Wechselspiel zwischen Ebbe und Flut und in dem Reichtum, den das Wattenmeer zu bieten hat.

Was im Sommer der Sonnenuntergang am Horizont ist, ist zu anderen Zeiten ein schnell dahinziehendes Rudel Wolken oder ein abendlicher, wolkenverhangener Himmel, der plötzlich aufreißt und einen Teil der See in feuriges Licht taucht oder die klare milde Luft nach dem Regen, die einem eine einzigartige Weitsicht erlaubt. Dazu das Rauschen der Wellen… Vielleicht geht es Euch dann ähnlich wie Goethes Fischer:

„Das Wasser rauscht‘, das Wasser schwoll,

Netzt‘ ihm den nackten Fuß;

Sein Herz wuchs ihm so sehnsuchtsvoll

Wie bei der Liebsten Gruß.

Sie sprach zu ihm, sie sang zu ihm;

Da war’s um ihn geschehn;

Halb zog sie ihn, halb sank er hin

Und ward …” ach so, etwas geändert:  „Und ward erst später wieder an der Hotelbar gesehn.”

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