„Friesenherz grenzenlos – Moin Moin to Ruanda“ – die Reise geht weiter

Im vergangenen Jahr reisten sechs Upstalsboomer nach Ruanda, um gemeinsam mit dem Gründer der Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP, Reiner Meutsch, die örtlichen Gegebenheiten und Schulen kennenzulernen. Auf der Suche nach einem geeigneten Projekt, welches zu uns und unseren Unternehmenswerten passt, fiel die Wahl schnell auf eine Schule in Murambi.  Dessen Direktorin sprühte voller Offenheit und Herzlichkeit, was sich auch in den fröhlichen Kindern widerspiegelte.

Nach nur einem Jahr Bauphase konnte bereits im Februar 2016 der Erweiterungsbau eingeweiht werden. Zu diesem großen Ereignis brachen 13 Upstalsboomer nach Ruanda auf, um bei der Schuleröffnung in Murambi live dabei zu sein. Zur Einweihung der drei Klassenräume und der Zisterne übergaben die Upstalsboomer zuvor gesammelte und heiß begehrte und dringend benötigte Sachspenden wie beispielsweise Fußbälle, Kugelschreiber oder Blöcke.

Drei unserer Upstalsboomer, die die Chance ergriffen haben an der ereignisreichen Reise nach Ruanda teilzunehmen, berichten Euch von Ihren vielen Eindrücken vor Ort.

UPDATE: Bericht einer unvergesslichen Reise nach Ruanda

Christine Becker aus dem Upstalsboom Hotel Ostseestand hat die Chance genutzt und reiste im Februar mit 12 Upstalsboomern nach Ruanda. Ihre unvergesslichen Augenblicke hat Christine für Euch zusammengefasst.

Mein Name ist Christine Becker. Seit über fünf Jahren bereite ich als Kosmetikerin unseren Gästen wohlige Wellnessmomente in unserem Hotel Ostseestrand. Meinen Kolleginnen und mir liegt es am Herzen, dass Sie sich bei uns rundum erholen und neue Kraft tanken können.

Ich freue mich sehr, Teil der Upstalsboom-Familie sein zu dürfen. Ein ganz besonderes Highlight für mich ist unser Projekt „Moin Moin to Ruanda“. Unter diesem Motto unterstützt Upstalsboom bereits seit drei Jahren den Bau von Schulen in Ruanda, einem der ärmsten Länder Afrikas mit trauriger Geschichte. Im Februar 2016 durfte ich, gemeinsam mit 12 weiteren Upstalsboomern, nach Ruanda reisen und dort „unsere“ Schule eröffnen.

Christine in Ruanda

Fröhliche Kinder in Ruanda

Die ehrliche Dankbarkeit und Fröhlichkeit der Kinder vor Ort zu erleben war einfach einzigartig und unglaublich prägend! Sie träumen davon, Polizist, Arzt oder Lehrer zu werden und wünschen sich ein sicheres, schönes Zuhause. Um noch mehr Kindern das Lernen zu ermöglichen und sie bei der Erfüllung ihrer ehrbaren Wünsche zu unterstützen, werden wir künftig in den Ausbau weiterer Klassenzimmer und einer dringend notwendigen Wasserzisterne investieren – auch mit Hilfe Ihrer Spenden, die allesamt zu 100% ankommen. Ganz herzlichen Dank, liebe Gäste, für Ihre Unterstützung unseres Projektes. Unser Engagement in Ruanda ist eine Herzensangelegenheit und bleibt fester Bestandteil unserer werteorientierten Philosophie. Gern erzähle ich Ihnen persönlich mehr über unsere unvergesslichen Erlebnisse in Afrika.

Auch Sarah Karasch (Teamleitung Wellness im Upstalsboom Hotel Am Strand) berichtet von ihren erlebnisreichen Tagen in Ruanda.

Erfüllung eines Lebenstraums

Von der geplanten zweiten Delegationsreise nach Ruanda erfuhr ich bei einem Abteilungsleitermeeting in unserem Hause. Völlig begeistert von dieser spannenden Reise, stand für mich sofort fest, dass ich mich um die Teilnahme bewerben werde. In der Bewerbungsphase war ich schon ganz aufgeregt, ob ich mit meiner Bewerbung überzeugen konnte und mit nach Ruanda reisen darf.  Die Namen der Teilnehmer wurden auf dem Strategie-Workshop (Ein Workshop, an dem ca. 80 Upstalsboomer aktuelle Themen des Unternehmens bearbeiten) bekanntgegeben und zu meinem großen Glück wurde ich tatsächlich ausgewählt. Für mich ging mit dieser Reise ein Lebenstraum in Erfüllung, denn ich wollte immer schon einmal nach Afrika reisen. Diese Reise mit anderen Upstalsboomern zu erleben, übertraf meine Erwartungen um Längen.

Upstalsboomer in Ruanda

 

Prägende Eindrücke in Ruanda

Es waren die tollsten, lehrreichsten und wundervollsten Tage in meinem bisherigen Leben. Der wertvollste Tag war für mich, als wir auf unserer Tour die erste Schule in Kabirizi besuchten. Dies ist unser neues Schulprojekt, für welches wir Spendengelder sammeln, um den Bau zweier Klassenräume, einem Schulbüro mit der Errichtung eines Latrinenblocks mit zehn Kabinen und einer Regenwasserzisterne abzuschließen. Die Fertigstellung ist für 2017 geplant. Wir kamen dort an und wurden vom Schulleiter sehr herzlich empfangen (obwohl niemand auf uns vorbereitet war, denn der Schulleiter hatte keine Information erhalten, dass wir an diesem Tag kommen).

Große, strahlende Kinderaugen während unseres Schulbesuches

Wir gingen in jeden Klassenraum und die Kinder schauten uns alle mit großen, erwartungsvollen und dankbaren Augen an. Am Anfang war die Stimmung nach etwas befangen, doch nach und nach tauten die Kinder wie auch wir auf und wir stellen uns gegenseitig Fragen. Einige dieser Kinder hatten noch nie in ihrem Leben weiße Menschen gesehen und waren sehr neugierig. Nachdem wir ein paar ruandische Tänze und Lieder sehen und hören durften, kamen dann die ersten mutigeren Kinder und berührten uns, unsere Haare, unsere Kleidung und unsere Haut. Wir waren auf einmal mittendrin zwischen hunderten von Kindern. Es war der absolute Wahnsinn mit welcher Offenheit, Neugier und Freundlichkeit uns die Menschen dort begegnet sind. Ruanda ist ein wunderschönes Land mit ganz besonderen Menschen und ich hoffe, dass ich dort irgendwann noch einmal hinreisen werde.

 

Die erlebnisreichen und prägenden Momente ihrer Reise nach Afrika schildert Euch Upstalsboomerin Janett Ottow-Kessler (Verwaltungsleitung in der Upstalsboom Hotelresidenz & SPA Kühlungsborn) in ihrem Resümee.

Mein Name ist  Janett Ottow-Kessler. Ich bin 32 Jahre jung und arbeite in der Upstalsboom Hotelresidenz & SPA Kühlungsborn als Verwaltungsleiterin. Zusammen mit der Eröffnung der Hotelresidenz im Jahr 2011 machte ich meine ersten Schritte auf dem Boden des beginnenden Upstalsboom Weges.

 Seitdem haben meine Kollegen und ich die Möglichkeit, uns aktiv an der Gestaltung unseres gemeinsamen Upstalsboom Weges zu beteiligen.  Bei unserem zweiten Leitbildworkshop stellte Bodo Janssen uns das Lebenswerk von Reiner Meutsch und seiner  Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP vor. Schnell war sich ein Großteil einig – genau da möchten wir helfen!  Für die Schule stand eine benötigte Summe von ca. 40.000 € im Raum. Erklärtes Ziel war es, diesen Betrag innerhalb von 12 Monaten zu sammeln. Zu diesem Zeitpunkt hätte ich persönlich nicht geglaubt, dass wir es in der angedachten Zeit schaffen werden. Aber es gelang!

Erste Delegation in Ruanda

Kurze Zeit später flog bereits die erste Delegation nach Afrika um die freudige Nachricht zu unserem ersten Schulprojekt, der Group Scolaire Murambi, zu tragen. Zur Delegation gehörte auch mein Kollege Steven Keil (Bankettleiter in der Upstalsboom Hotelresidenz & SPA Kühlungsborn), der mit vielen Erzählungen und bewegenden Eindrücken zurückkehrte. Unter anderem berichtete er uns davon, unter welchen Bedingungen die Kinder in Ruanda lernen und dass bei weitem nicht alle Kinder aufgrund des Platzmangels am Schulleben teilhaben können.

Steven Keil in Ruanda

Meine Beweggründe  an der Reise teilzunehmen

Der Grund warum ich mich für die zweite Delegation beworben habe, waren zwei simple Tatsachen. Zum einen finde ich es enorm wichtig, dass jedes Kind die Möglichkeit erhält, sich Wissen anzueignen unabhängig vom sozialen Stand oder der Zugehörigkeit, denn sie gestalten die Zukunft des Landes. Zum anderen hat mich die Geschichte Ruandas mit dem Genozid stark an unsere eigene Historie erinnert, und ich war fasziniert davon, in welch einer kurzen Zeit die Aufarbeitung der fruchtbaren Geschehnisse erfolgte und bereits nach knapp 22 Jahren ein friedliches Zusammenleben ermöglicht. Unsere Gesellschaft hat Jahrzehnte benötigt, um die Geschehnisse zu verarbeiten, welche stellenweise bis zur heutigen Zeit Auswirkungen haben.

 

Das größte Geschenk, ist ein Kinderlachen.

Besuch des zweiten Schulprojektes der École Primaire Kabirizi

Bei unserem Besuch in Kabirizi fand der erste Kontakt zu den Kindern statt. Die Kleinen konnten gar nicht glauben, dass unsere Hautfarbe echt ist und versuchten sie „abzuwischen“. Ein kleines Mädchen war so skeptisch, dass sie meinen T-Shirt-Kragen nahm und darunter schaute, um zu sehen, ob meine Hautfarbe auch wirklich am ganzen Körper hell ist. Ich habe mich glatt ein wenig erschrocken. (^.^)

 Mich beeindruckte besonders,  dass die Kinder bereits im jungen Alter von fünf oder sechs  Jahren eine ganz genaue Vorstellung davon hatten was sie später beruflich machen möchten. Es waren durchweg Berufe, die andere Menschen unterstützen (Lehrer, Arzt, Polizist…). Neben den vielen Eindrücken und Emotionen bin ich viel dankbarer für Kleinigkeiten geworden, die früher ganz selbstverständlich für mich waren.  Ich hoffe, dass meine Kollegen und ich weitere Menschen für unsere Herzenssache gewinnen können.

 Wenn auch Ihr den zweiten Schul-Erweiterungsbau in Kabirizi unterstützen möchtet, findet Ihr hier weitere  Informationen zu der Spendenaktion und zur Reiner Meutsch Stiftung FLY & HELP.

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Kommentare (2)

  • Ramji

    |

    moin moin Germany

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    • Saskia

      |

      Moin Moin Ramji, wir senden Dir ganz herzlich friesische Grüße zurück.

      Liebe Grüße
      Saskia

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