Kleine Geschichten: Schnelle Hilfe am Morgen

Wir Upstalsboomer teilen immer wieder gerne unsere Erlebnisse aus den Hotels und Ferienwohnungen zum Schmunzeln, zum Nachdenken und zum Freuen. Hier erzählt eine Upstalsboomerin aus dem Parkhotel in Emden von einem Morgen, die ihr im Gedächtnis blieb. 


Wir hatten im Parkhotel gerade zwei Reisegruppen zu Gast. Bei der einen waren viele ältere Leute mit dabei. Um kurz vor halb 10 kam ein Gast von dieser Reisegruppe ganz verstört ins Restaurant, da er verschlafen hatte und der Bus laut Plan im gleichen Moment los wollte. Er war stark gehbehindert, mit einem Rollator unterwegs und zudem auch noch schwerhörig.

Nun aber schnell!

Kurzerhand haben meine Kollegin Grete und ich ihm Brötchen geschmiert und ihm noch 2 Gläser Orangensaft zum Trinken hingestellt, da für Kaffee keine Zeit mehr blieb. Nachdem ich alles in seinem Rucksack verstaut hatte, – schnell noch eine Banane mit hinein – begleitete ich ihn zum Bus, da er nicht genau wusste wo der dieser stand und ich mir etwas Sorgen wegen der Straße machte.
Als ich wieder im Restaurant ankam, waren sämtliche Gäste über unsere Fürsorge extrem begeistert. Ein Gast sagte sogar: „Ich nehme meinen Hut vor Ihnen ab“ und ich antwortete nur: „Warum? Das ist doch selbstverständlich!“, doch alle Gäste beteuerten mir, dass das nicht mehr überall selbstverständlich sei. Das hat mich ein wenig schockiert und ich bin froh, dass dies bei uns nicht der Fall ist. Der Gast mit dem Hut sagte: „jetzt weiß ich, dass ich nicht nur jetzt gut aufgehoben bin, sondern auch in späterer Zukunft!“

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