Moussaka Reloaded – schon mal vegetarisch probiert?

Heutzutage ist es in aller Munde … Oder wie mein Kollege so schön zu mir sagte: Für den Vegetarier gibt es wieder eine Extrawurst ;) 

Aus unterschiedlichsten Gründen entscheiden wir uns für eine bewusstere Ernährung. Der Eine ist nicht einverstanden mit den fragwürdigen  Haltungsbedingungen von Huhn, Kuh und Co., der Andere möchte verstärkt auf seine Gesundheit achten, wiederum der nächste möchte dem einen oder anderen Pfund zu viel den Garaus machen. Und alljährlich vermischen sich die genannten Gründe mit dem bekannten „Guten Vorsatz“ zum Jahreswechsel. Nicht selten locken uns dann die vegetarischen und veganen Rezepte, die in den Medien als gesunde Alternative propagiert werden.

Ich persönlich lebe nunmehr seit 17 Jahren vollkommen fleischlos. Auf Fisch jedoch kann ich nicht verzichten. Als Ostfriesenkind findet bei mir dann doch der ein oder andere Matjes seinen Weg auf meinen Teller.

Für welche Ernährungsweise Ihr Euch auch entscheidet, es ist und bleibt Eure ganz persönliche Sache was Ihr esst und was nicht. Vielleicht aber fragt Ihr Euch, was hat es denn nun auf sich mit Vegetariern, Veganern, Frutiarer und anderen – da blickt doch kein Mensch mehr durch…!

Wer isst was?

So einzigartig jeder von uns ist, so individuell sind unsere Ernährungsweisen. Da gibt es die Frutarier, die über die vegane Lebensweise hinausgehen und ausschließlich Nahrung zu sich nehmen, deren Gewinnung die Pflanze nicht verletzt. Die Rohköstler erhitzen ihre Nahrung bei der Zubereitung nicht über 40 Grad um Vitamine und Enzyme zu erhalten. Bei den Freeganern kommt zwar alles auf den Teller, es darf jedoch nicht aus dem kommerziellen Handel stammen, sondern muss z.B. geschenkt oder selbst angebaut sein. Ich selbst zähle zu den sogenannten Pescetariern. Ich esse keinerlei Fleisch- und Fleischprodukte jedoch kann ich wie gesagt auf den Fisch nicht verzichten…

Die allgemein geläufigsten Ernährungsweisen sind vegetarisch und vegan. Im Jahr 2016 lag in Deutschland der Anteil der Vegetarier bereits bei rund 9 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Der Anteil derer, die sich selbst als Veganer einordnen, lag bei 0,8 %. Das entspricht 0,85 Millionen Personen – Tendenz steigend. (Wusstet Ihr, dass Indien das Land mit den meisten Vegetariern ist? Bei ganzen 38% der Bevölkerung kommt kein Fleisch auf den Teller…)

Auf dem Speiseplan des Vegetariers stehen Produkte vom lebenden Tier wie Eier, Honig und Milch jedoch wird auf den Verzehr von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten verzichtet. Darüber hinaus gibt es verschiedene Ausprägungen des Vegetarier Daseins. Der Ovo-Vegetarier konsumiert keine Milchprodukte, der Lacto-Vegetarier verzichtet auf Eier. Puddingvegetarier essen kein Fleisch und achten darauf, dass bei Ihrer Ernährungsweise kein Tier zu Schaden kommt.
Die Veganer unter uns verzichten auf jegliche Nahrung tierischen Ursprungs, hierzu zählen Milchprodukte genauso wie Honig. Darüber hinaus lehnen Veganer die Nutzung von tierischen Produkten wie zum Beispiel Seife aus tierischen Fetten ab und es kommt ihnen keine Wollsocke an die Füße.

Hingegen der landüblichen Meinung sind wir keineswegs auf Fleisch angewiesen um gesund zu leben. Verschiedene Studien decken sogar gesundheitliche Nachteile des Konsums von Fleisch und Wurst auf. So steigt bei Menschen, die häufig Fleisch verzehren, das Risiko an Bluthochdruck, Krebserkrankungen und Diabetes zu erkranken (u.a. Heidelberger Vegetarierstudie). Eine vegetarische Lebensweise reduziert dagegen das Sterblichkeitsrisiko um 40 Prozent. Ich finde das ist doch ein guter Ansporn, die eine oder andere Mahlzeit einmal ganz vegetarisch zu genießen.

Fleisch oder Fleischlos, das ist hier die Frage

„Verhungern“ muss mittlerweile kein Vegetarier oder Veganer mehr ;). Die Supermärkte bieten ein breites Portfolio an Nahrungsmitteln für jeden Ernährungsstil an. Allerdings solltet Ihr bei den Produkten immer auch einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen – Veggi bedeutet leider nicht gleich gesunde Zutaten und oftmals verwenden die Hersteller Unmengen an Fett, Salz und Zucker.….

Neben den rein vegetarischen und veganen Restaurants, die vielleicht nicht zu jedem Anlass die Geschmäcker einer fröhlich gemischten Feiergesellschaft entzücken, erfreuen sich Vegetarier und Veganer am fortschreitenden Einzug von entsprechenden Gerichten auf den Speisekarten der renommierten Restaurants.

Ich spreche hier aus eigener leidlicher Erfahrung :( … Zum Glück ist die Zeit vorbei, als der größte vegetarisch-kulinarische Genuss aus einer Folienkartoffel mit Sour Creme bestand oder ich gefragt wurde, ob es ausreiche das Hühnerfleisch aus der Hühnersuppe einfach rauszunehmen…!

Selbst die passionierten Fleischesser unter meinen Kollegen hat zum Beispiel das Upstalsboom Parkhotel mit seinem veganen Geschnetzelten zum Mittagstisch überzeugt. In unseren Hotels finden sich neben dem vegetarischen knusprigen Gemüseschnitzel „Hamburger Art“ auch diverse vegane Köstlichkeiten, zum Beispiel mit rotem Pesto und Walnüssen gefüllte Tofu Ravioli in Trüffelöl geschwenkt, dazu Rucola und Kirschtomaten auf der Speisekarte.

Das klingt doch lecker :) :)! Es gibt also schmackhafte Gründe, Euren Fleischkonsum einmal auf den Prüfstand zu stellen und häufiger fleischlos zu essen.

Mein ganz persönlicher veganer Favorit nennt sich „Moussaka Reloaded“ (Rezept nachstehend). Klingt nicht nur spannend, schmeckt auch so… Vielleicht werft Ihr Euch am Wochenende einfach einmal die Kochschürze über und verwöhnt Euch und ein paar Freunde vegan oder vegetarisch? Verratet doch gar nicht, dass das Gericht fleischlos ist –  vielleicht fällt es überhaupt nicht auf ;)?

Getreu dem Motto „Ein halber Vegetarier ist besser als gar kein Vegetarier“ wünsche ich Euch viel Spaß beim Ausprobieren :)

Deine Saskia

Rezept

Was Ihr für eine vegetarische Moussaka braucht (gerechnet für 2 Personen)

  • 300 g Süßkartoffeln
  • 270 g Auberginen
  • 4 EL Olivenöl
  • 1/2 TL jodiertes Meersalz
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 120 g Tomatenmark
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 30 ml Rotwein
  • 30 g ungesüßtes Cashewmus
  • 1 EL gehackte Petersilie
  • jodiertes Meersalz
  • schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Bevor Ihr richtig loslegt, heizt den Backofen auf 250° vor.

Schält die Süßkartoffeln und schneidet Sie in dünne Scheiben. Die Auberginen werden gewaschen und in ca. 1 cm dicke Scheiben geschnitten. Mischt 2 EL Olivenöl und 1/2 TL Salz und vermengt damit die Süßkartoffeln und Auberginen. Die gesamte Masse verteilt Ihr auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und lasst sie ungefähr 15 Minuten auf der obersten Schiene brutzeln. Hat Euer Gemüse leicht Farbe angenommen ist es perfekt!

In der Zwischenzeit zerdrückt Ihr den Tofu mit einer Gabel und hackt die Zwiebel und die Knoblauchzehen sehr fein. Der Tofu wird mit 2 EL Olivenöl in der Pfanne ca. 4 Minuten gut angebraten. Mischt nun die Zwiebel-Knoblauch-Masse unter und bratet die Mischung weitere 3 Minuten in der Pfanne. Anschließend fügt Ihr Tomatenmark und Agavendicksaft hinzu. Lasst Euer Moussaka 1 Minute weiterbraten, würzt mit Salz und Pfeffer und löscht das Ganze mit Rotwein ab. Stellt die Pfanne von der heißen Herdplatte.

Für die Cashewcreme erhitzt Ihr in einem Topf das Cashewmus mit 70 ml Wasser. Rührt Petersilie unter und salzt und pfeffert die Creme nach Eurem Geschmack.

Nun geht es ans Anrichten. Zugegeben, das Schichten des Moussaka Reloaded zu kleinen Türmchen ist nicht ganz so einfach… Je Türmchen schichtet Ihr 1 Auberginenscheibe, etwas Tofuhack, 1 Süßkartoffelscheibe und wieder etwas Tofuhack. Pro Türmchen macht Ihr das jeweils 2 Mal. Als Deckel kommt dient wieder eine Auberginenscheibe und als Topping verteilt Ihr die Cashew-Petersilien-Creme.

Gutes Gelingen!
Eure Saskia

 

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