Nachhaltiges Weihnachtsfest – Alle Jahre wieder für die Umwelt

Der erste Glühwein ist längst getrunken, Lebkuchen und Spekulatius wurden in großen Mengen auf Vorrat besorgt und plüschige Socken schmücken die Füße. Die Zeichen sind eindeutig: Weihnachten steht uns kurz bevor. Doch, Moment! Geht das eigentlich auch nachhaltig? Vom Weihnachtsbaum bis zur Geschenkverpackung habe ich hier ein paar Tipps für euch gesammelt:

Der nachhaltige Weihnachtsbaum

Mit einem wiederverwendbaren Plastik-Baum ist der Umwelt nicht wirklich geholfen. Die sehen nämlich in der Regel nicht sehr lange schön aus und müssen doch nach wenigen Jahren wieder ausgetauscht werden.

Viel besser ist es, wenn bei der Wahl des echten Baums genauer hingeschaut wird. Die beliebte Nordmanntanne hat nämlich häufig einen weiten Weg hinter sich gebracht, bis sie in unseren Wohnzimmern landet. Stattdessen könnt ihr bei eurer lokalen Forstwirtschaft nach einer Fichte, Kiefer oder Tanne fragen.

Stimmungsvoller Tannenzweig mit Schnee

Ist das für euch keine Option, könnt ihr auch auf Siegel achten: Bäume aus ökologischen Weihnachtsbaum-Kulturen erkennt ihr z.B. an den Siegeln „Bio“, „Bioland“, „Demeter“ oder „Naturland“. Auch FSC-Weihnachtsbäume versprechen eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragfähige Waldnutzung. Auch PEFC ist ein vergleichbares Güte-Siegel, wenn auch ein etwas schwächeres, bei dem die Bäume nach bestimmten Kriterien gedüngt und mit Herbiziden behandelt werden dürfen.

Aber die Krone der nachhaltigen Weihnachtsbäume trägt der gemietete Baum: Einige lokale Baumschulen, Gärtnereien und Forstbetriebe bieten Den Christbaum in Topf an. Nach den Feiertagen wird er wieder abgeholt und kann zurück in der Muttererde weiterwachsen.

Ihr legt keinen großen Wert auf echtes Grün im Wohnzimmer? Dann schaut euch doch mal bei Pinterest oder Instagram um. Dort findet ihr viele Ideen für DIY-Weihnachtsbäume, die ein echter Hingucker sind!

Lametta war gestern

Der Christbaumschmuck muss ebenfalls nicht nur aus Plastik-Kugeln und Lametta bestehen. Wie wäre es stattdessen mit Strohsternen, getrockneten Orangenscheiben und Zimtstangen? Als umweltfreundliche Ziere dienen hübsche Stoffbänder, die wiederverwertet werden. Auch Äpfel, Nüsse und Plätzchen machen am Baum etwas her, allerdings muss man da aufpassen, dass der Schmuck nicht schon vor Weihnachten weg ist. ;-)

Bunt angemalten Tannenzapfen, goldene Eicheln, gefaltete Papier-Ornamente, Ketten aus Holzkugeln, Origami-Sterne. Wer seinen Baumschmuck selbst bastelt, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen!

Weihnachtesterne aus Papier falten - nachhaltiger Weihnachtsbaumschmuck
Woman hands folding origami paper star for Christmas decoration. Handmade, hobby, holiday concept

Echte Kerzen aus Stearin oder Bienenwachs sind nachhaltig, allerdings nicht immer eine Option (Hallo, Katzenbesitzer!). Bei der Lichterkette sollte man auf LED setzen und sie nur anschalten, wenn man sich beim Baum aufhält. Vielleicht lohnt sich auch eine Zeitschaltuhr für euch.

Das nachhaltige Weihnachtsessen

Kartoffelsalat und Würstchen oder ein Festmahl mit Gänsebraten – beim Weihnachtsessen scheiden sich die Geister. Doch egal zu welcher „Partei“ ihr gehört, nachhaltig geht immer! Nicht nur an Weihnachten sollte auf die Herkunft des Fleisches geachtet werden. Die Tiefkühl-Gans aus Ungarn vom Discounter hat nicht nur einen weiten Weg hinter sich gebracht, sondern wahrscheinlich auch nicht das schönste Leben gehabt. Da lohnt es sich für den Feiertagsschmaus ein paar Euro mehr auszugeben und dafür eine Biogans aus der Region zu besorgen. Das ist nicht nur nachhaltiger und tierfreundlicher – es schmeckt auch noch besser. :-)

Weihnachtsbraten mit Kartoffeln und Rotkohl

Und wer ganz auf das Tier verzichten möchte, kann sich auch beim Gemüse und den Beilagen auf möglichst regionale, hochwertige Produkte konzentrieren. Vielleicht sogar direkt vom Landwirten oder vom Wochenmarkt? Irgendetwas wird sich in eurer Näher sicher finden lassen.

Das nachhaltige Weihnachtsgeschenk

Wochenlang zerbricht man sich den Kopf darüber, was den Lieben geschenkt werden soll. Trotzdem gibt es keine Garantie dafür, dass es am Ende auch (langfristig) gefällt. Was aber jedem gefällt, ist Liebe. Statt teure Dinge zu kaufen, die spätestens nach ein, zwei Jahren wieder ausgedient haben, kann man etwas Liebe und Zeit in selbstgemachte Geschenke investieren. Deren Wert lässt sich nicht beziffern.

Ein liebevoll gebastelter Geburtstagskalender, eine Makramee Blumenampel, selbstgemachte Weihnachtskekse, Liköre, Öle, Seifen, Cremes oder selbst genähte Stofftiere. Auch hier kann man ein wenig auf Pinterest stöbern und für jeden Geschmack etwas finden.

Selbstgemachte Creme

Ein Geschenk, dass sicher NIE aus der Mode kommt, ist Zeit. Mit der Oma zur Gartenschau im Mai, mit den Geschwistern zum Konzert und mit den Liebsten ein Wellness-Urlaub an der Küste. Zeit ist das wertvollste Geschenk, dass man jemandem machen kann.

Wer doch nach klassischen Geschenken sucht, kann dabei natürlich auch einfach auf die Nachhaltigkeit der einzelnen Produkte achten. Bei unserem Adventskalender-Gewinnspiel auf Facebook verlosen wir beispielsweise u.a. jeden Tag nachhaltige Handtücher, eine „gute Tat“ in Form einer symbolischen Puppe, die einem Kind in Ruanda ein ganzes Schuljahr finanziert sowie wiederverwendbare To-Go-Becher und Wasserflaschen.

Geschenke wollen verpackt werden

Liebevolle Verpackungen werten jedes Geschenk auf. Doch dabei entstehen untern Weihnachtsbaum nicht selten riesige, bunte Papierberge. Nachhaltigkeit geht anders.

Liegen Bei euch noch alte Zeitschriften herum? Perfekt! Damit kann man hervorragend Geschenke einpacken. Sucht hier ein paar schöne Doppelseiten raus. Wer sich besonders viel Mühe geben möchte sucht passende Motive zu den Geschenken: Die Foto-Strecke mit einer Winterkollektion für die Schal, reine Textseiten für Bücher, Naturfotos für die Wanderschuhe. Weihnachtliche Zeitschriften eignen sich natürlich für jedes Geschenk.

Wer nicht so der Zeitschriften-Leser ist, kann auch zu Zeitung und nachhaltigem Packpapier greifen. Zusammen mit einem Ast und einem Zapfen der heimischen Tanne hat diese eher „raue“ Verpackung einen ganz besonderen Charme. Wer mag, kann auch noch eine Kleinigkeit auf das Papier schreiben oder Zeichnen.

Es muss kein Papier sein

Statt Papier kann man auch zu anderen Mitteln greifen. Kleine Geschenke finden zum Beispiel auch in Marmeladen- oder Einmachgläsern Platz. Besonders hochwertig sind Stoff-Verpackungen: Dafür gibt es spezielle Tücher, die wiederverwendet werden können – die Furoshiki-Tücher aus Japan.

Mit Stoff/Tüchern verpackte Weihnachtsgeschenke

Aber auch Mulltücher, ausgediente Halstücher und Stoffreste eignen sich zum Verpacken. Darüber hinaus kann auch die Verpackung selbst ein Geschenk sein: Ein Kochbuch lässt sich zum Beispiel hervorragend in einer Kochschürze oder in einem Geschirrtuch einwickeln. Auch ein schöner Einkaufsbeutel aus Jute kann das Geschenkpapier ersetzen.

Weihnachten kann kommen

Ob Kartoffelsalat oder Weihnachtsgans. Selbstgebastelte oder gekaufte Geschenke. Tanne oder DIY-Christbaum. Wir wünschen euch eine schöne Adventszeit und schöne, besinnliche Weihnachten.

PS: Ein Gutschein von Upstalsboom, der für jedes Hotel, Aparthotel oder alle Ferienwohnungen gültig ist, macht sich übrigens unter jedem Weihnachtsbaum besonders gut! ;-)

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