Von der Tellerwäscherin zur Buchautorin – Neele Michal im Hotel Deichgraf

Die Sommerferien 2015 verbrachte die junge Autorin Neele Michal mit ihrer Familie in Wremen. Doch im Gegensatz zu vielen ihrer Altersgenossen, zog es Neele nicht mit einem guten Buch in den Strandkorb, sondern sie bewarb sich als Spülerin im Upstalsboom Hotel Deichgraf und wurde auch prompt als Aushilfe eingestellt.

Lest selbst, welchen spannenden Lebenstraum sich Neele durch ihren Ferienjob erfüllen konnte:

„Im Juni 2015 verbrachte ich meine Sommerferien wie immer in Wremen, so ist es bei meiner Familie seit Generationen Tradition. Doch dieses Jahr war es für mich anders, denn ich entschied mich dazu einen Ferienjob zu suchen, da ich dringend Geld benötigte. Leichter gesagt als getan, nach langer Suche wandte ich mich an das Upstalsboom Hotel Deichgraf, ohne große Hoffnung, da ich mir nicht vorstellen konnte, warum ich in einem so renommierten Hotel eine Arbeit erhalten sollte. Zu meiner großen Freude und Überraschung, wurde mir aber an der Rezeption mitgeteilt, dass gerade eine Aushilfe in der Spülküche gesucht wird. Ich wurde an den Direktor des Hotels, Herrn Akhim Witter,  verwiesen, mit ihm bekam ich dann auch sogleich am Nachmittag einen Termin. Es hatte mich wirklich Überwindung gekostet, in so einem angesehenen Hotel nach Arbeit zu fragen, doch diese Überwindung sollte sich auszahlen. Bei unserem gemeinsamen Termin sagte Herr Witter mir, dass sie gerade eine Topfspülerin suchten, ich aber in seinen Augen für den Job nicht unbedingt geeignet sei, denn die Töpfe wären sehr schwer und die Arbeit hart. Genau dadurch wurde aber mein Ehrgeiz geweckt und außerdem brauchte ich das Geld wirklich dringend. Nach einem längeren Gespräch entschlossen wir uns gemeinsam dazu, einen Termin für einen Probearbeitstag auszumachen, um zu sehen ob ich der Arbeit gewachsen sei.

Ferienjob im Hotel

Am Probearbeitstag, der zeigen sollte, ob ich den Job erhielt oder nicht, war ich sehr aufgeregt und hatte die Befürchtung, den an mich gestellten Erwartungen vielleicht nicht gewachsen zu sein. Wider Erwarten machte mir der Job aber viel Spaß und man befand, dass ich der Arbeit sehr wohl gewachsen sei und so  wurde ich tatsächlich eingestellt!

Die Arbeit machte mir auch weiterhin viel Spaß, unter anderem auch durch meine supernetten Kollegen, die mich perfekt einarbeiteten, mir gute Gesellschaft leisteten und mich auch gerne mal unterstützten, wenn es vonnöten war; ein großes Dankeschön auch an Euch!

Erfüllung des Lebenstraums

Bislang wusste niemand im Hotel, wofür ich denn nun das Geld so dringend benötigte. Irgendwann in einem längeren Gespräch fragte mich mein Chef dann danach. Ich erzählte ihm von meinem Buch, welches ich selbst geschrieben habe und nun drucken lassen wollte. Es heißt ,,Kampf mit der Wahrheit“ und ist der erste Band meiner geplanten Fantasy-Romanreihe mit dem Titel ,,Saga der Spiegelwelten“. In dem Buch geht es um Mary, ein Mädchen, welches im Waisenhaus aufwuchs, schließlich floh und obdachlos auf den Straßen Prags lebt. Marys Leben ändert sich radikal als sie plötzlich auf mysteriöse Weise in eine andere Welt gerissen wird. Dort lastet eine erhebliche Verantwortung auf ihren Schultern, denn sie allein entscheidet durch ihre Taten über den Fortbestand oder den Untergang zweier Welten. Ursprünglich war es geplant, das Buch über einen Verlag drucken zu lassen, doch als ich erfuhr, dass ich all meine Rechte an dem Buch abtreten müsste, verwarf ich diesen Plan schnell wieder. Nach langen Überlegungen ließ ich mich für diesen Bereich für voll geschäftsfähig erklären. Dies war ein wichtiger Schritt, da ich erst 16 Jahre alt bin. Auch ein Lektor hatte mein Buch schon überarbeitet, und ein Grafiker hatte mit mir zusammen das Cover erstellt, hierbei stammen alle Fotos bis auf den Hintergrund von mir selbst. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch noch einmal an alle, die mich so tatkräftig bei meinem Vorhaben unterstützt haben. Nun fehlte eigentlich nur noch das Geld, um alle Pläne in die Tat umzusetzen, eine Druckerei hatte sich nämlich auch schon gefunden. Ein wenig Startkapital hatte ich auch bereits zusammen als ich meine Arbeit im Hotel begann, doch fehlten mir noch ca. 600 € um 100 Exemplare meines ersten und eigenen Romans drucken zu lassen. Der Job im Hotel und auch die darauffolgende tatkräftige Unterstützung des Hotels halfen mir, meinen Traum zu verwirklichen. Mein Buch ist nun offiziell im Handel erhältlich.

Träume werden wahr

Dieser Job zeigte mir, wie wichtig es ist, seine Träume zu verfolgen, egal wie oft einem kleine oder  auch große Steine in den Weg gelegt werden. Es lohnt sich! Ich habe es mit viel Unterstützung, auch seitens des Hotels geschafft, meinen Traum endlich in die Tat umzusetzen. Nun ist der zweite Band in Arbeit. Abschließend möchte ich nur noch eines sagen: Danke!“

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