Polar Rockstars – Training abgeschlossen

Ende Juli brechen unsere Polar Rockstars Richtung Polarkreis auf. Zehn Auszubildende und Bodo Janssen machen sich unter professioneller Führung auf, den Berg Newtontoppen auf Spitzbergen zu besteigen.

Seit dem ersten Kennenlernen der Teilnehmer gab es immer wieder Treffen, auf denen die Auszubildenden professionell mit Kleidung und Ausrüstung ausgestattet wurden. Bereits Ende Februar folgte ein mehrtägiges Trainingslager in Trondheim, Norwegen. Das haben unsere Azubis erlebt …

Die Polar Rockstars und Bodo Janssen beim letzten Check in Emden (Juni)

Im Basislager

Der Zeitpunkt des Trainingslagers erleichterte die Akklimatisierung für zweistellige Minusgrade in Skandinavien. Schließlich waren es im Februar in Hamburg auch kuschelige minus 9° Grad kalt. Am Flughafen in Trondheim wurde die Gruppe vom Bengt, ihrem einheimischen Führer in Empfang genommen. Danach ging es mit dem PKW gut zwei Stunden lang durch verschneite Landschaften zum Zielort, dem Basislager. Alleine schon die Impressionen auf der Fahrt waren ein unvergessliches Erlebnis. Der erste gemeinsame Abend beinhaltete eine ebenso spannende wie humorvolle Einführung Bengts in das vor uns liegende Trainings-Abenteuer. Zusätzlich aufgewärmt mit XXL-Pizzen und großen Mengen Pasta konnten wir noch einmal all unsere Fragen, Erwartungen und Ängste erläutern und beruhigt in der letzten Nacht vor der Wildnis unsere Kräfte und Gedanken sammeln.

Zelte aufbauen bei minus 35° Grad

Am ersten Tag wurde erst einmal locker angelaufen, um dann den Aufbau unseres mobilen Zeltlagers zu üben. Schwierigkeit: Wir befanden uns entweder auf einem vereisten See oder vereister Sumpffläche unter einer knietiefen Schneedecke – Heringe waren nutzlos. Also haben wir parallel zu den Schlitten die Zelte aufgebaut. Was für grandiose Konstruktionen es da mittlerweile gibt. In 15 Minuten war alles fertig.

Die Einrichtung der Zelte nahm dagegen mehr Zeit in Anspruch. Schließlich musste alles bei minus 35° Grad Kälte in voller Montur inkl. dicken Handschuhen erledigt werden. Pro Einheit waren zwei bis drei Personen untergebracht.

In einem so eisigen Klima werden scheinbar große Aufgaben eher klein und an sich kleine schon ziemlich mühevoll. Massen an Schnee und locker eineinhalb Stunden braucht es beispielsweise, um 1.5 Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Doch die Aufgaben warenvorher klar und sinnvoll verteilt und zur großen Herausforderung gesellte sich nach und nach auch ein intensives Gefühl von grenzenloser Freiheit.

Ein starkes Team hat sich gefunden

Highlight: Lagerfeuer in verschneiter Wildnis, Norwegen

In diesem Trainingslager waren für die Gewöhnung an die Kälte und das aufeinander Einspielen zwei Tage und Nächte vorgesehen. Und alle Erwartungen hinsichtlich Teamgeist, Disziplin und dennoch Spaß am Abenteuer wurden von den Teilnehmern übertroffen. Toleranz, selbstlose Hilfe, weitsichtige Entscheidungen und viel Kreativität halfen auch über unvorhergesehen Ereignisse wie etwa zwei leichtere Krankheitsfälle hinweg. Zum Teil kam es aber auch zu kuriosen Situationen. So reichte etwa die Vielfalt an bevorzugter Schlafbekleidung von vier Jacken übereinander bis zu lediglich T-Shirt und Boxershorts.

Am dritten Tag in Norwegen ging es dann mit Skiern und vor die Schnitten gespannt abseits präparierter Langlaufrouten ab in die Wildnis. So beschwerlich es ist, den Schlitten bergauf zu ziehen, so sehr muss man sich konzentrieren, bei Abfahrten nicht von selbigem überholt zu werden. Doch bei allem hatten wir auch eine Menge Spaß. Besonders am abendlichen Lagerfeuer. Ein Luxus, den wir in Spitzbergen leider nicht haben werden. Kein Holz!

Wertvolle Erfahrungen gesammelt

Am nächsten Tag führte die Route zurück zum Basislager – zu heißen Duschen! Doch auch hier lagen noch wichtige Aufgaben für uns bereit. Die Ausrüstung musste begutachtet und ggf. repariert werden. In intensiven Gesprächen, und bei leckerem Essen, musste reflektiert werden: Was hat funktioniert, was nicht, warum bzw. warum nicht und wie können wir Abläufe und das Zusammenspiel verbessern? Jeder musste ehrlich zu sich selbst aber auch ehrlich und konstruktiv im Miteinander sein. Denn in Spitzbergen werden die Bedingungen nochmal um einiges härter sein.

Bodo Janssen: „Die Empfindungen über die Anstrengung, Zeit, Aufgaben, Herausforderungen und die Kälte lagen teilweise weit auseinander, was die Fähigkeiten, Stärken aber natürlich auch Schwächen ganz gut widerspiegelt und unterstreicht, dass wir die Strapazen nur durch Zusammenarbeit so gut meistern konnten.
Wir sind nicht nur als Team unterwegs, letztendlich werden wir auf Spitzbergen stark voneinander abhängig sein. Und wir sind uns trotz unserer zusammenstoßenden Ecken und Kanten alle einig, dass wir durch Toleranz, Akzeptanz und Selbstlosigkeit den Weg zum Newtontoppen schaffen können.“

Nach einer erholsamen Nacht hieß es nach fünf Tagen wieder aufzubrechen. Es war eine tiefgreifende aber auch tolle Erfahrung. Alle fühlen sich in ihrer mentalen und körperlichen Vorbereitung ein großes Stück weiter und wissen jetzt, woran sie noch zu arbeiten haben.

"First night in Field" haben wir gut überstanden…..Einblicke, Eindrücke und den coolsten Guide ever!!!

Gepostet von Azubi-Rockstars am Freitag, 2. März 2018

Letzter Check in Emden

Zum Teil ohnehin geplant, zum Teil aber auch als Ergebnis unserer Erlebnisse in Norwegen, haben sich alle Auszubildenden und Bodo Janssen Mitte Juni nochmal in Emden getroffen. Auf dem Programm stand natürlich ein allgemeiner Fitnesscheck: Lactatwerte, Laufband und Blutwerte. Ein Schwerpunkt war das gesonderte Lauftraining mit Wanderstöcken, bei dem die Last der Schlitten durch alte Autoreifen simuliert wurde.

Reifen ziehen schlaucht!

Bengt hatte in Norwegen geraten, alle ein Schießtraining absolvieren zu lassen, um ggf. Eisbären abwehren zu können. Die Jägerschaft in Emden hat uns dabei großartig unterstützt!

Jetzt können es alle Polar Rockstars kaum noch erwarten! Wir halten Euch auf dem Laufenden.

Eure Polar Rockstars

Die Polar Rockstars könnt Ihr auch auf Facebook, auf ihrem eigenen Account verfolgen. ;-)

Gruppenbild Polar Rockstars

Die Polar Rockstars im Trainingscamp

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