Nimmst Du Rücksicht auf die Natur?

„Radfahrer können sich nicht benehmen und hinterlassen überall ihren Dreck!“ Eines von vielen Vorurteilen, welches auch Du sicher schon einmal gehört hast. Doch ist das wirklich so?

Wenn Du deinen Urlaub auf dem Rad verbringst, bist Du nachhaltig unterwegs und schonst die Natur! Mit wenig Gepäck drauflosradeln, die Richtung und das Tempo selbst bestimmen und anhalten, wo es Dir gefällt. Doch was gilt es bei der Planung zu berücksichtigen, damit nicht unnötig viel Müll entsteht und die Natur dadurch nicht belastet wird? Es gibt ein paar Selbstverständlichkeiten, die jedem bewusst sein sollten, aber nicht immer bedacht werden.

5 Punkte für nachhaltiges Radwandern

  1. Leichter geräumiger Rucksack oder Satteltaschen
  2. Mitführung von leichtem Proviant in drucksicheren Behältnissen (z.B. belegte
    Brötchen, Bananen, Apfelspalten, Vollkornkekse, Reiscracker,,…)
    Bei diesem Proviant entfällt das Mitführen von Geschirr und Besteck
  3. Feuchte Tücher zum Reinigen der Hände
  4. Eine leichte Decke. (Hervorragend eignen sich wachsbeschichtete, ultraleichte Picknickdecken, die eventuelle Bodenfeuchtigkeit abhalten und so stabil sind, dass auch Flaschen oder Behältnisse darauf abgestellt werden können.)
  5. Recyclebarer Beutel für den anfallenden Müll nicht vergessen, damit das idyllische Fleckchen Natur, das man für die Rast ausgewählt hat, auch wieder so unberührt verlassen wird, wie du es vorgefunden hast.

Wissenswertes zu Plastikmüll am Beispiel von Plastiktüten:

  • Im Durchschnitt sind Plastiktüten nur ca. 25 Minuten in Gebrauch
  • Es dauert zwischen 100 und 500 Jahren bis eine Plastiktüte sich zersetzt (je nach Kunststoffsorte)
  • Pro Minute werden weltweit eine Million Plastiktüten verwendet
  • Über das Jahr werden in der EU 3,4 Millionen Tonnen Plastiktragetaschen produziert, das entspricht dem Gewicht von ca. 2 Millionen Autos
  • In Deutschland lag der Pro-Kopf-Verbrauch an Plastiktüten zuletzt bei 65 pro Jahr

Wenn Dich interessiert, wie viel Plastik inzwischen in unseren Weltmeeren schwimmt, dann klicke doch bitte das Bild an oder besuche diese Website.

Screenshot "Plastikberge in unseren Weltmeeren"

Bei gutem Wetter und einer vorhandenen bequemen Raststelle, darfst du nach der Mahlzeit guten Gewissens eine halbe Stunde entspannt ruhen. Denn direkt nach dem Essen stramm weiterzuradeln kann zu Seitenstechen, Leibschmerzen und bei starker Anstrengung und Hitze sogar zu Durchfall führen. Deshalb gilt auch beim Radwandern: In der Ruhe liegt die Kraft.

Abseits der Wege – warum nicht?

Pfade abseits der öffentlichen Wege führen oft durch naturbelassene Ecken, die von Wildtieren gerne aufgesucht werden, um dort in Ruhe zu brüten oder ihre Jungtiere zu setzen. Da die Muttertiere im Regelfall sehr empfindlich auf menschliche Gerüche reagieren, sollen diese Jungtiere keineswegs angefasst werden, da sie ansonsten Gefahr laufen nicht mehr angenommen zu werden.

Durch die Beachtung einfacher Regeln schützt du nachhaltig die Natur und diese bleibt gleichzeitig für viele weitere Menschen erlebbar:

  • bleibe auf den bestehenden Wegen, Forststraßen und Routen
  • vermeide unnötigen Lärm
  • respektiere markierte Schutzgebiete
  • meide Dämmerungsstunden
  • befolge die Anweisungen auf z.B. vor Wäldern angebrachten Informationstafeln zum verantwortungsvollen Verhalten in der Natur

CO2-Fußabdruck – wie groß ist deiner?

Hierbei handelt es sich um die von einem Menschen in einer bestimmten Zeit verursachte Menge an CO2-Emissionen. Bei einem großen Fußabdruck, liegt eine überdurchschnittliche Verursachung von Emissionen vor; ein kleiner Fußabdruck hingegen stellt ein klimafreundliches Leben dar. Möchtest du wissen, wie deine eigene Klimabilanz aussieht, kannst du deinen CO2 Fußabdruck auf z.B. folgender Website berechnen:

Vielleicht waren ein paar gute Tipps und Anregungen dabei? Die Natur wird dir deine Rücksicht danken. Deine Meinung zu diesem Thema würde mich interessieren. :) Hinterlasse mir doch bitte einen Kommentar. :)

 

LG

Norbert

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