Rituale bei Upstalsboom

Bei Upstalsboom gibt es regelmäßig Events für die Mitarbeiter, aus denen inzwischen Rituale entstanden sind. Eine Upstalboomerin gewährt hier nähere Einblicke.


Wer bin ich und warum bin ich hier?

Das sind die ersten Fragen, die bei uns in Meetings, Schulungen o.ä. gestellt werden. Ziel ist es, dass die Teilnehmer sich untereinander besser kennen lernen und durch die aufgebaute Beziehung eine vertraute Atmosphäre entsteht. Des Weiteren lernen die Teilnehmer die unterschiedlichen Erwartungen bzw. Motive für die Teilnahme an dieser Runde. Der Ablauf ist wie folgt: Alle Teilnehmer werden in kleine Gruppen (3-5 Teilnehmer) eingeteilt und es wird ein zeitlicher Rahmen festgelegt (2-5 Minuten pro Teilnehmer) für die Beantwortung der beiden Fragen und dann noch einmal 1 Minute pro Teilnehmer, die daraufhin wertschätzendes Feedback geben. Während einer spricht, schweigen alle anderen und wenn die Zeit nicht ausgereizt wird, dann wird solange gemeinsam geschwiegen.

 

Wertschätzendes Feedback, Verstärkungsfeedback

Es ist verrückt, wie viel Auswirkung ein wertschätzendes Feedback hat und dabei zählt nicht die Dauer des Feedbackgesprächs. In nur eine Minute kannst Du jemanden so viel Freude, Glück und ein positives Gefühl bereiten… und wenn nicht das allein schon ein Grund dafür wäre, so etwas häufiger zu tun, dann kann ich euch sagen, dass die Rückmeldungen das Großartigste, Tollste und Beste überhaupt sind. Das Gefühl von Dankbarkeit in den Augen, die Tränen, die Emotionen – das ist nicht in Worte zu fassen, das müsst Ihr erleben. Probiert es doch einfach einmal aus! Sagt oder schreibt jemanden etwas liebes, positives, etwas was Ihr an dem Anderen schätzt und wartet ab, was passiert. Warum es auch Verstärkungsfeedback heißt? Weil Du ein Verhalten, was Dir ganz besonders gefallen hast, noch mehr verstärkst. Dadurch wird die Person sich noch häufiger so verhalten.

Kritikgespräch vs. Entwicklungsgespräch

Übrigens ist Feedback auch eine gute Methode um „Kritikgespräche“, bei uns Entwicklungsgespräche genannt, zu führen. Hier gibt es allerdings ein paar Dinge, die es zu beachten gilt. Zum Einen die Sprache: Die gewählte Wortwahl ist sehr wichtig, denn jeder von uns interpretiert das Gesagte und reichert es mit seinen persönlichen Erfahrungen an. Ganz konkret: Das Verb „kriegen“ zum Beispiel, kann für die Menschen der Kriegsgeneration ein unbewusstes negatives Gefühl auslösen. Oder das Wort „Motorrad“: die Einen verbinden damit Freiheit, Sommer… und die anderen Vorsicht, Unfall…deshalb ist es wichtig sich im Vorfeld Gedanken zu machen, wie und was Du genau vermitteln möchtest. Des Weiteren sollten Wischi-Waschi-Wörter wie „Könnte, müsste, man…“ vermieden werden, sonst wird deine Botschaft verwässert und dein Gesprächspartner versteht dein Anliegen anders und die gewünschte Handlung bzw. gewünschtes Verhalten bleibt aus. Und ganz besonders wichtig ist, immer aus der ICH-Perspektive zu sprechen, d.h. von seinen eigenen Gefühlen und der eigenen Wahrnehmung. Das hat den Vorteil, dass der andere merkt, was sein Verhalten in Dir ausgelöst hat und Du machst Dich nicht angreifbar, denn die eigenen Gefühle können nicht falsch sein. Du hast Dich nun mal so gefühlt. Bitte beachtet, dass ausschließlich das Verhalten und nicht die Person als Mensch kritisiert wird. Der Mensch ist okay, so wie er ist und keiner sollte sich anmaßen das zu bewerten, jedoch kann sein Verhalten in einer Situation nicht okay gewesen sein.

Hier kommen in aller Kürze die wichtigsten Schritte:

  1. Ansprechen, Blickkontakt an Situation erinnern (Erinnerst Du Dich an….?)
  2. Verhalten wertfrei und ohne Interpretation beschreiben (Du hast gesagt/gemacht…)
  3. Ich-Botschaft (beschreiben wie Du Dich gefühlt hast, was hat es mit Dir gemacht)

Durch Frage eine Lösung einfordern (Welche Möglichkeiten siehst Du in Zukunft…)


Diade –Was ist für Dich wirklich wesentlich?

Hast Du Dich schon einmal gefragt, was Dir im Leben wirklich wichtig ist und wofür Du jeden Tag aufstehst? Was haben andere davon, dass es Dich gibt? Wann sagst Du „Ich bin glücklich!“? Oft können wir diese Fragen ad hoc nicht beantworten und finden auch nach längerem Überlegen keine Antwort. Eine gute Methode, um schnell die Antwort zu finden, ist die Diade-Übung.

Zwei Personen sitzen sich gegenüber und entscheiden wer von ihnen fragt und wer antwortet. Die Übung dauert sieben Minuten. D.h. der Frager darf außer der Frage „Was ist für Dich wirklich wesentlich?“ in dieser Zeit nichts anderes sagen. Der Antwortgeber beantwortet die Frage und wenn ihm nichts mehr einfällt, dann stellt der Frager wieder die Frage. Probiert es aus, Ihr werdet sehen, dass zum Schluss immer detailliertere und konkretere Antworten kommen.

Tags: ,

Kommentieren