Ruanda im Herzen – Kristins Erlebnisse

„Moin, moin to Ruanda“ – vor meiner Reise war das einfach ein toller Slogan; jetzt nach der Reise weiß ich, dass dieser Slogan Brücken baut!

Vorerst war das Afrika Projekt für mich weit entfernt, aber mit den Bildern meiner Kollegin Ina, kam es näher. Und erstmalig war es greifbar. Nachdem die zweite Delegation voll mit Emotionen und Bildern zurückkam, stand für mich fest: Ich möchte mich an genau dieser Stelle auch engagieren! Und so begann ich eine Bewerbung zu verfassen und darüber nachzudenken, was es für mich bedeutet, wenn ich nach Ruanda fliege.

Willkommen in Ruanda

Nun liegt die Reise hinter mir und ich hab noch gar nicht begriffen, was da alles passiert ist. Es begann wie ein Sturm – gleich am ersten Tag erlebten wir die Schuleröffnung in Kabirizi. Da dort die Delegation im Vorjahr schon war, wurden wir begrüßt wie Freunde. Ein unbeschreibliches Gefühl! Wir brachten  eine große Überraschung für die Kinder mit: 550 Uniformen, die wir von unseren Spendengeldern aus der Wunschbaumaktion zu Weihnachten in unseren Hotels von Näherinnen in Ruanda nähen lassen konnten. Es brach ein Jubel aus, als das verkündet wurde – ein „Gänsehautmoment“! Nun wusste ich, dass ich am richtigen Platz war! Und auch wir wurden alle beschenkt und jeder erhielt einen Schal aus den Nationalfarben.

Trikots für die Schulkinder

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Und es ging weiter… Bereits am nächsten Tag fuhren wir nach Dahwe, um dort die Ecole primaire zu eröffnen. Hier warteten ca. 500 Kinder gemeinsam mit ihren Eltern, Lehrern, dem Schulleiter und dem Bürgermeister auf uns. Es lief Musik und die Stimmung war ausgelassen. Die Kinder tanzten und sangen für uns und forderten uns auch zum Mittanzen auf! Wir gingen mit den Kindern auf Tuchfühlung, reichten uns die Hände und machten viele Fotos. Nach der Schuleröffnung hat uns der Bürgermeister zum Mittagsimbiss eingeladen und auch hier gelang uns noch eine besondere Überraschung für Joseph, den Schulleiter aus Dahwe. Wir überschütteten Ihn mit Trikots, Bällen, Stiften und den Lernplakaten. Vor einigen Tagen hat uns Joseph Fotos von den Kindern in den Trikots geschickt.

Ruanda im Herzen

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Nach zwei Schuleröffnungen folgte ein Tag voller Kontraste. Wir besuchten Dr. Uta Düll in Gisagara und sie lief mit uns zwei Stunden durchs Land. Näher konnten wir den Menschen dort nicht kommen. Wir begegneten neugierigen Kindern, skeptischen aber auch freundlichen Erwachsenen, wir durften in Lehmhütten schauen und sehen wie die Menschen leben und sich versorgen, was sie haben, was aber auch nicht. Das machte mich nachdenklich und erdete mich. Ich war nach dem Marsch durch Afrikas Sonne erschöpft aber mein Herz ist bereichert und verbindet sich mit diesem Land. Und das ist das, was bleibt. Die Verbundenheit zu Ruanda, zu meinen Kollegen, zu diesem Projekt. Ich brenne darauf mehr zu tun und werde versuchen noch viele Menschen anzustecken, sich ebenfalls zu engagieren.

Eure Kristin

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