Tierisches bei Upstalsboom

Wir Upstalsboomer teilen immer wieder gerne unsere Erlebnisse aus den Hotels und Ferienwohnungen zum Schmunzeln, zum Nachdenken und zum Freuen.

Yvonne Klein berichtet hier von einer „großen Schnauze“, die für Aufregung sorgte.

„Kleine Geschichte“

von Yvonne Klein – Direktorin des Seehotels Borkum

Manchmal geht es bei uns im wahrsten Sinne tierisch zu. Da bei uns im Seehotel auf Borkum auch Hunde willkommen sind, erlebt man manchmal recht amüsante Momente mit den Vierbeinern. Ich erinnere mich zum Beispiel gut an den Tag, als unser Praktikant die Minibars in den Zimmern auffüllen sollte und von einem gigantischen Löwen angebrüllt wurde. Ich übertreibe ein kleines bisschen …

Hinter einer Tür saß ein wirklich riesengroßer Hund

Hinter einer Tür saß jedenfalls ein wirklich riesengroßer Hund – dachte unser Praktikant, der wie üblich angeklopft hatte und auf Antwort des Gastes wartete. Statt eines freundlichen „Herein“ bekam er als Antwort ein lautes Bellen. Der Schreck saß tief und unser Praktikant ging schnell zur Rezeption, um zwei Kollegen zu Hilfe zu holen. Große Hunde waren ihm nicht geheuer! Die Kollegen ließen ihn natürlich nicht hängen und begleiteten ihn zu dem Zimmer, in dem der Hund nach wie vor aufgeregt bellte. Der Kollege nahm den Zimmerschlüssel an sich und schaute den Praktikanten ernst an. Die Stimmung war wie elektrisch aufgeladen. Sie sprachen einander gut zu, atmeten tief durch und dann schloss der Kollege todesmutig die Tür auf.

Als die Tür einen Spalt breit geöffnet war, brachen alle drei in schallendes Gelächter aus, denn der große Hund war eine zierliche Dackeldame, die ihre lange, feuchte Schnauze durch den Türspalt drückte und freudig mit dem Schwanz wedelte. Das hatte der Praktikant nun wirklich nicht erwartet! Er füllte die Minibar auf und war sehr erleichtert. Die junge Pudeldame hätte sich vielleicht mit ihrem Anliegen an Käthe wenden können, die ihr bestimmt hätte helfen können, denn warum sie so aufgeregt gebellt hat, konnten wir leider nicht herausfinden. :)

Amsel zu Besuch in der Hotellobby

Ein anderes Mal hatten wir in der Hotellobby Besuch von einer Amsel. Es war ein heißer Sommertag, das Hotel war voll belegt und einige Gäste suchten etwas Abkühlung in der Lobby. Um für Durchzug zu sorgen, hatten wir die Eingangstür des Hotels offen stehen lassen. Gegen Mittag flog eine Amsel zielgerichtet durch die Tür in die Lobby. Vermutlich suchte sie auch nach einem Schattenplätzchen in der Mittagshitze. Sie drehte ein paar Runden und ließ sich dann in unmittelbarer Nähe eines Gastes auf einem Tisch nieder. Der Gast stand vorsichtig auf, um den Vogel nicht aufzuschrecken und ging zur Rezeption, um uns über den neu eingetroffenen Gast zu informieren.

Die Rezeptionsdame geriet in helle Aufregung! Sie rief sofort ihre Kollegen herbei und bat sie um Hilfe, da sie schreckliche Angst vor Vögeln hatte. Alle waren ratlos. Wie sollten sie den Vogel nur aus dem Hotel herausbefördern? Eine Kollegin vom Housekeeping bekam von der Sache Wind. Sie lief in die Lobby, fing den Vogel mit einem Handtuch ein und brachte ihn wohlbehalten wieder nach draußen. Alle waren sehr erleichtert und konnten danach wieder ungestört ihrer Arbeit nachgehen. Seitdem überlegen wir immer zweimal, ob es wirklich nötig ist, die Hoteltüre gänzlich offen stehen zu lassen.

#kleineGeschichten

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