Vorbild – Wenn Not am Mann ist …

Wir Upstalsboomer teilen immer wieder gerne unsere Erlebnisse aus den Hotels und Ferienwohnungen zum Schmunzeln, zum Nachdenken und zum Freuen.

Jeannette Dedow schreibt über den Haustechniker Dirk in neuen Gefilden. 

„Kleine Geschichte“

von Jeannette Dedow – Direktorin des Hotels Friedrichshain

Ab und zu rappelt es, denn wir sind ja alle nur Menschen. Aber letztendlich sind wir Upstalsboomer ein tolles Team mit liebenswerten Menschen, die sich aufeinander verlassen können.

Bei uns im Hotel gibt es Job-Rotation. Das bedeutet, wir geben allen aus unserem Team die Möglichkeit, in einen Bereich unseres Hauses Einblick zu nehmen, der üblicherweise nicht zum täglichen Aufgabengebiet gehört.

Eines Tages schnupperte unser Haustechniker Dirk in den Servicebereich hinein. Er unterstützte das Serviceteam während des Frühstücks und des Mittagsgeschäftes. Obwohl er es noch nie getan hatte, sah man Dirk sichtlich seine Freude daran an und er verabschiedete sich vom Serviceteam mit den Worten: „Wenn ihr Hilfe braucht, bin ich wieder dabei!“ Dies klang sehr verlockend für die Ohren des bestehenden Serviceteams. Denn während der Schulzeit unserer Auszubildenden, Urlaubszeit und kurzfristigen Buchungszuwächsen kann es durchaus mal zu kleinen Engpässen kommen.

Es kam der Tag X, bei dem alle nicht kalkulierbaren Dinge, die im Gastgewerbe passieren können, mit einem Mal eingetreten sind: Die Serviceabteilung war völlig unterbesetzt! So wie es Dirk versprochen hatte, bot er dem Serviceteam insgesamt drei seiner Arbeitstage zur Unterstützung an. Dies tat er, obwohl in seinem Bereich ebenfalls viele unerledigte Aufgaben auf ihn warteten. Ein Upstalsboomer – ein Wort! Dirk machte unserem Firmenwert „Zuverlässigkeit“ wirklich alle Ehre. Der Service war glücklich. Der Engpass war behoben.

Dieser selbstlose Einsatz von Dirk löste leider nicht bei allen im Team Freude aus. Und so wurde anschließend darüber debattiert, wie man in Zukunft mit solchen Situationen umgehen könnte. Denn das Arbeiten unerledigt bleiben, darf natürlich nicht sein. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Man muss die Gesamtsituation betrachten und überlegen, wo und wie Arbeit am sinnvollsten verteilt wird.

Als Direktorin sehe ich meine Verantwortung darin, alle im Team zusammenzuhalten. Ich trat bei dieser Debatte als Schlichterin auf und brachte unseren Wert „Wertschätzung“ ins Spiel. Dieser Wert liegt mir neben Fairness im Besonderen am Herzen. Unser Slogan für den Wert Wertschätzung lautet: „Erkenne Gutes und sprich darüber.“

Ich hatte den selbstlosen Einsatz von Dirk gesehen. Mit dem diskussionsfreudigen Team habe ich besprochen, wie wir für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation schaffen können.
Haustechniker Dirk, Upstalsboom Hotel FriedrichshainAuch wenn wir immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen und wir es uns untereinander manchmal schwer machen, hatte ich mit meinen bisherigen Erfahrungen in unserem Haus die Gewissheit erlangt, dass das gesamte Team zusammen rückt, wenn es darauf ankommt. Und daher begann ich zu Recht mit „Wir Upstalsboomer sind ein tolles Team liebenswerter Menschen …“.
Für mich ist Dirk der Held dieser Geschichte, der sich vom gesamten Drumherum nicht in die Irre führen lässt und nach wie vor einspringt, wenn Not am Mann ist. Chapeau!

#kleineGeschichten

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