Azubi Curriculum – wie wir die Auszubildenden für die Herausforderungen des Berufs stark machen

Bevor wir Euch schildern, wie ein Azubi Curriculum bei uns abläuft, möchten wir kurz erklären, was sich hinter dem Begriff verbirgt.

Was ist ein Azubi Curriculum bei Upstalsboom?

Das Azubi Curriculum dient dazu, die Azubis stärker für die Herausforderungen in der Ausbildung zu machen:

  • Wie stelle ich die Weichen für ein erfolgreiches Leben?
  • Woraus schöpfe ich meine Energie für eine starke Ausbildung?
  • Welche Stärken habe ich?
  • Was macht mir wirklich Freude?
  • Welche Erwartungen, Zielsetzungen und Werte haben junge Menschen?

Während des ersten Azubi Curriculums im Landhotel Friesland in Varel, beschäftigten sich zehn Upstalsboom-Azubis mit  folgenden Fragen: was treibt mich an? Was ist für mich wesentlich? Und: Wie kann ich es schaffen, meinen Alltag besser zu strukturieren? Dieses Curriculum wurde vom Geschäftsführer Bodo Janssen persönlich geleitet.
Marie Koch, Azubine aus dem Upstalsboom Hotel meerSinn auf Rügen hat die ereignisreichen 1 ½ Tage Revue passieren lassen und teilt nun mit Euch ihre bemerkenswerten  Erfahrungen aus den spannenden Seminartagen.

Wer bin ich und was will ich/ kann ich sein?

Wir fingen damit an, uns zu fragen was Führung für uns bedeutet und wie wichtig es ist, uns selbst führen zu können. Denn nur wer sich selbst führen kann, kann auch andere führen. Dabei ist es sehr entscheidend sich und seine Handlungen zu hinterfragen und einen persönlichen Leitfaden zu entwickeln:

Warum tue ich etwas? Was ist der Sinn?
Was tue ich? Was ist das Ziel?
Wie tue ich es? Welche Werte setze ich dafür ein?
Womit tue ich es? Welche meiner Fähigkeiten helfen mir dabei?

 

Was ist für Dich wesentlich?

Die sogenannte „Generation Y“ zu der wir Azubis gehören, hat die sprichwörtliche „Qual der Wahl“. Unzählige Informationen lassen sich durch das World Wide Web abfragen und „everything is possible“. Da ist es hilfreich, sich auch mal zu fragen: „Was will ich (eigentlich) wirklich?!“. Wir haben dafür ein Instrument an die Hand bekommen.

Wir machten eine Übung, die Bodo aus seiner Klosterzeit kennt: Wir setzten uns paarweise gegenüber und eine Person fragte: „Was ist für dich wesentlich?“; die andere Person antwortete. Sobald die Antwortende stockte und nicht mehr weiterwusste, stellte die Fragende die Frage erneut. Das ging über einen Zeitraum von sieben Minuten. „Ganz schön lange“, dachten wir im ersten Moment, aber die Zeit verging wie im Fluge. Zum ersten Mal horchten wir ganz tief in uns hinein und versuchten diese Frage zu beantworten. Diese Übung zeigte uns ganz deutlich, wie wenige Gedanken wir uns über das für uns Wesentliche machen. Lukas, Azubi aus der Hotelresidenz & SPA Kühlungsborn stellte fest: „Es wurde überhaupt nichts Materielles aufgezählt.“

Die Wahrnehmung der Zeit

Die Zeit… sie bedeutet für jeden von uns etwas anderes. Sie umfasst die 24 Stunden am Tag, die Lebenszeit und ist ein Ausdruck von Freiheit oder Druck.
Manchmal rast die Zeit nur so an uns vorbei,  und wir haben das Gefühl gar nichts mehr zu schaffen. Aber wie können wir es schaffen, zufrieden ins Bett zu gehen, weil wir uns für die wichtigen Dinge Zeit genommen haben?! Zu allererst muss uns bewusst sein, was uns wirklich wichtig ist. Das hatten wir mit der vorherigen Übung erreicht. Außerdem muss uns bewusst sein, was uns daran hindert, dies oder das zu schaffen. Es sind die Zeitfresser – und die gilt es zu minimieren. Wichtig sei, sagte Bodo, dass wir unseren Prioritäten Termine geben und nicht unseren Terminen Prioritäten. 

Ein passendes Zitat dazu ist: „Life is what happens to you while you’re busy making other plans. “ (John Lennon). Also: Los geht’s! Genießt das Hier und Jetzt.

Bereits nach dem ersten Tag hatten wir so viele Erkenntnisse:

  • Durch offenes Verhalten und durch Ruhe können wir gelassener im Alltag/ während der Arbeit sein
  • Indem wir uns Prioritäten setzen, haben wir eine bessere Zeiteinteilung
  • Durch Selbstfindung sind wir selbstbewusster und freier
  • Indem wir dankbar sind, sind wir zufriedener in der Gegenwart

 

Meditation – Eine Möglichkeit seine Gedanken zu kontrollieren

Der nächste Tag begann mit etwas bisher Unbekanntem für uns. Wir meditierten. Bodo hatte Meditationsbänke mitgebracht und leitete uns an. Es war unser Wunsch gewesen, so etwas einmal auszuprobieren und leicht war es wirklich nicht. Zu Beginn sollten wir einen bestimmten Punkt an der Wand oder auf dem Boden fixieren und alle Geräusche um uns herum ganz bewusst wahrnehmen. Anschließend haben wir die Augen geschlossen und sollten in uns selbst hinein hören. Wir atmeten ganz ruhig durch die Nase ein und wieder aus. Einfach nur auf die Atmung konzentrieren, das war die Aufgabe. Mehr nicht. Aber genau das war schwieriger als gedacht. Wie viele Gedanken einfach ungefragt auftauchten und vor allem auch was für Gedanken… Doch wir lächelten sie nur an und ließen sie weiterziehen – mal mit Erfolg, manchmal ohne. Es war eine neue und schöne Erfahrung.

Upstalsboom Azubis meditieren mit Bodo Janssen

 Timeline – sich seiner Stärken bewusst werden

Bei einer Timeline schaut man sich einen gewissen Zeitraum an und analysiert ihn mit all seinen Höhen und Tiefen.
Ziel und Zweck dieser Übung haben wir wie folgt zusammengefasst:

  • Es ging darum, unsere Eigenschaften und Fähigkeiten kennenzulernen und herauszufinden
  • Wir hinterfragten Lebensereignisse und erkannten so unsere Fähigkeiten und Eigenschaften
  • Wir erkannten, dass viel mehr Eigenschaften und Fähigkeiten in uns stecken, als uns bewusst war und wir so für die Zukunft bereits gut gewappnet sind.

 

Lukas, Azubi aus der Hotelresidenz & SPA Kühlungsborn während der Präsentation

In diesen 1½ Tagen haben wir uns Zeit genommen uns zu hinterfragen, uns Fragen zu stellen, die wir uns noch nie zuvor gestellt haben und haben dadurch gelernt: In jedem von uns steckt viel! Es geht nun darum, sich dessen bewusst zu sein und es zu nutzen.

Was ist für Dich wirklich wesentlich und welche Ziele hast Du? Über Deinen Bericht würden wir uns sehr freuen.

 

Liebe Grüße
Saskia

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