Radeln im Regen – welcher Typ bist Du?

Bist Du für den Regen gerüstet? Bist Du ein Gelegenheits-, Schönwetter- und/oder Kurzstreckenradler, solltest Du für den Fall eines Regengußes zumindest mit einem Regenponcho oder Fahrradcape (dieser wird über den Lenker gezogen und dort mit den Händen festgehalten) ausgestattet sein, um nicht allzu böse vom Regen erwischt zu werden. Bedenke beim einsetzenden Regen nicht zu schnell zu fahren, damit Deine Hose und Schuhe nicht zu nass werden.

Wenn Du allerdings ein Allwetter- und/oder Langstreckenradfahrer bist, der für einen starken Regenguß gewappnet sein möchte oder sogar von vornherein eine Regentour unternehmen möchte, dann hast Du Dir sicher schon einmal Gedanken über die passende Kleidung gemacht.

Folgend ein paar Tipps von mir:

  1. Du solltest Deine Kleidung entsprechend der Jahreszeit und den örtlichen Gegebenheiten auswählen
  2. Das Gewicht Deiner Regenausrüstung sollte leicht sein
  3. Die Regenausrüstung sollte leicht zu verstauen, sowie schnell greifbar und überzuziehen sein
  4. Zu empfehlen sind auch wasserfeste Fahrradtaschen oder ein Rucksack mit Überzug
  5. Um bei schlechten Wetter/ Sichtverhältnissen rechtzeitig gesehen zu werden ist bzgl. Deiner Kleidung (z.B. Regenjacke) die Signalfarbe gelb zu empfehlen

Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung dabei, als Ergänzung zu Deinen bisherigen Überlegungen?

Wer bei Wind und Wetter fährt, der sollte zudem auf die richtige Kombination seiner Kleidung achten, denn dann kann selbst im Regen das Radfahren zum Vergnügen werden.

Regenjacke – 5 Dinge auf die Du achten solltest

    1. leichte Beschaffenheit
    2. wasserdicht/ wasserabweisend (z.B. aus Polyester)
    3. windundurchlässig
    4. atmungsaktiv
    5. Isolierung/ Wärme wird unter der Jacke gespeichert
      ➨ mit Kapuze oder alternativ ein Helmüberzug
      ➨ um bei  kalten Temperaturen ein Auskühlen zu verhindern,  eine gefütterte Regenjacke nutzen

Unter der Regenjacke sollte Funktionswäsche (z.B. Trikots)  getragen werden, um die Atmungsaktivität zu gewährleisten. Somit bleibt die Haut trocken, da die Feuchtigkeit nach Außen geführt wird.

Regenhose – 5 Dinge auf die Du ebenfalls achten solltest

      1. lange Passform
      2. abriebfestes Material (auf Verstärkungen an Gesäß und Knien achten)
      3. wasserdicht
      4. atmungsaktiv
      5. leicht zu transportieren und anzuziehen

Auch hier eignet sich am besten Bekleidung aus synthetischen Fasern, die die Feuchtigkeit an die atmungsaktive Schicht weitergibt. (keine Jeans, da die Feuchtigkeit nicht weitergegeben wird, die Kleidung an der Haut klebt und es einem kalt wird). Genauso verhält es sich mit der Radunterwäsche, um u.a. ein Scheuern zu vermeiden.

Schuhe für den Regeneinsatz …

… auch Über-Schuhe oder Gamaschen genannt sollten folgende Beschaffenheiten vorweisen:

  • wasserdicht (Neopren, Nylon, Gummi)
  • atmungsaktiv
  • Zur Vermeidung des Einlaufens von Regenwasser, sollten diese am Bein durch ein Bündchen fest anliegen

Schuhe mit wasserabweisenden Membranen bieten nur eine kurze Dichtigkeit bei Dauerregen und wenn die Schuhe erst nass sind, dann macht das Radeln keinen Spaß mehr. Daher sind Überschuhe nur zu empfehlen.

Tipp (bei nasser Fahrbahn): Langsam fahren, nicht scharf bremsen, defensiv in Kurven fahren!

Regen im Anmarsch? Jetzt heißt es gut vorbereitet sein.

Wassersäule – wie wasserdicht ist meine Regenkleidung?

Da man Funktionsstoffen nicht ansieht wie wasserdicht sie sind, wurde die Wassersäule als Maß festgelegt. Denn wasserdicht ist nicht gleich wasserdicht. Gewebe mit einer Wassersäule von 1300 mm gelten bereits laut DIN-Norm als wasserdicht, was aber nicht ausreicht. In der Praxis hält ein Funktionsmaterial laut EMPA erst ab einer Wassersäule von 4000 mm dicht. Wichtig ist, dass Nähte auf der Innenseite wasserdicht versiegelt und Reißverschlüsse mit Abdeckleisten ausgestattet sind. Die Atmungsaktivität sollte weiterhin gewährleistet sein und eine Regenjacke z.B. Belüftungsmöglichkeiten bieten.

Ermittlung des Werts durch Hersteller:

Es werden 10 cm² des zu testenden Gewebes im Labor unter ein Messrohr gespannt. Der Zylinder wird langsam mit Wasser befüllt. Es wird 24 Stunden beobachtet bis sich Tröpfchen durch das Gewebe drücken und diese an der Unterseite ersichtlich sind. An der Füllhöhe des Zylinders lässt sich dann ablesen bei wieviel Millimetern dies der Fall war. Dieser Wert wird dann als „Wassersäule“ auf den Produkten angegeben.

Mit der richtigen Ausstattung macht das Radwandern auch bei Regen Spaß.

 

Und welcher Typ bist Du? Poncho oder Regenausrüstung?

LG

Norbert

P.S.: Es gibt kein schlechtes Wetter für Radwandern an der Nord- und Ostsee, sondern nur schlechte Kleidung. ;)

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Kommentare (4)

  • Simon

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    Vielen Dank für all die Tipps. Bisher habe ich immer einen Regenponcho benutzt, wenn es angefangen hat zu regnen und ich trotzdem Radfahren wollte. Ich denke, dass viele der Punkte, die zum Thema Regenjacke hier genannt worden sind auch auf ein Regencape übertragbar sind oder?

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  • Jonas

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    Guten Tag,
    vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Ich finde es gibt nichts entspannenderes als eine Radfahren im Wald, egal ob bei Regenwetter oder wenn die Sonne scheint. Ein Bekannter von mir hat mir eine Location fürs Radfahren empfohlen, vor allem wenn man es mit dem Urlaub kombinieren möchte.

    Viele Grüße
    Jonas

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    • Norbert

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      Hallo Jonas. Vielen Dank für Deine freundliche Rückmeldung. Ich freue mich, dass Dir mein Beitrag gefallen hat. Viel Spaß bei der nächsten Regentour, vielleicht mit Zwischenstopp in einem unserer Upstalsboom-Hotels. ;)

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  • Norbert

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    Hallo Simon. Je nach Jahreszeit, Regenstärke und persönlichen Vorlieben des Radlers kommt mal eine komplette Regenmontur oder ein Cape zum Einsatz ;)

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