Gut gerüstet gegen die Dunkelheit – Käthe gibt Sicherheitstipps für Hund & Halter!

Liebe Freunde,

auch wenn man zurzeit den Eindruck bekommen könnte, der Winter würde dieses Jahr überhaupt keinen Einzug mehr halten wollen, möchte ich Euch an dieser Stelle dennoch, wie ich finde, wertvolle und wichtige Sicherheitstipps für die richtige Outdoorkleidung (so sagt man wohl heute) in der dunklen Jahreszeit geben. Denn Kälte hin oder her, dunkel ist in jedem Falle, und die Sicht ist stark eingeschränkt oder behindert.

Schließlich möchte ich, dass Euch nichts passiert und Ihr trotz der widrigen Umstände unserer Breitengrade Spaß und Freude an Euren gemeinsamen Ausflügen habt.

Aus Erfahrung weiß ich nämlich: Das ist ein echter Dschungel da draußen und insbesondere als kleiner und dazu auch noch dunkelfarbiger Vierbeiner wie ich es einer bin, ist man vielen Gefahren ausgesetzt, wenn man in der Früh oder am späten Nachmittag oder Abend das Haus verlässt, oder wie in meinem Fall: verlassen muss – das gilt zumindest für die frühen Morgenstunden, da bleibe ich für meinen Teil lieber im kuschelig-warmen Körbchen und snooze noch ein wenig.

Nein danke, ich möchte jetzt (noch) nicht raus…

Grundausstattung in der Dunkelheit

 Ich schweife ab… zurück zum Wesentlichen: Schietwetter, Dunkelheit, Nebel, Niederschlag, Glätte, vorbeirasende Autos, schlechte Straßenbeleuchtung, reflektierende und blendende Lichter, Radfahrer ohne Licht und vieles mehr… Aber, alles kein Grund zu Verzagen: Man kann sich dagegen wappnen!

Folgendes gehört zur sicheren Grundausstattung von Hund und Halter, damit Ihr nicht im Dunkeln tappt – im wahrsten Sinne des Wortes (und fast noch wichtiger: Damit Ihr als Hund-Mensch-Gespann auch rechtzeitig erkannt werdet):

  • Taschenlampe guter Qualität
  • Hundeleine mit Reflektoren
  • Blink- oder Leuchthalsband (insbesondere wenn man z.B. im Park oder auf dunklen Wegen spazieren geht; im Straßenverkehr wiederum könnte das sogar kontraproduktiv sein, bei all den Lichtern, Lampen und Signalen)
  • Reflektor-Weste (vielleicht sogar für Hund und Halter)

Viel hilft nicht immer viel

Natürlich gibt es noch sehr viel mehr (wie immer sind bei den Menschen nach oben kaum Grenzen gesetzt), z.B. blinkende Stirnlampen, LED Spots, neongelbe Warnhosen, reflektierende Sicherheitsparkas usw., aber wir wollen den Weihnachtsbäumen ja nicht gleich die neidvolle Schamesröte ins Gesicht treiben. Jeder hat schließlich so seine Aufgabe im Leben und ich wollte meinen grünen, nadeligen Freunden eigentlich keine ernst zu nehmende Konkurrenz machen. Die leiden ohnehin schon genug unter uns Vierbeinern (insbesondere unter meinen männlichen Kollegen – wenn Ihr versteht was ich meine). :)

Aber Spaß beiseite. Ich denke mit der oben genannten Grundausstattung seid Ihr schon sehr gut gerüstet und einem gefahrlosen Spaziergang steht nun nichts mehr im Wege. Und wie gesagt, behangen wie ein Weihnachtsbaum, blinkend, leuchtend, reflektierend, auch das kann andere Verkehrsteilnehmer irritieren und ablenken.

In dem Zusammenhang habe ich mich übrigens an ein wunderbar passendes Lied von Rolf Zuckowski erinnert, das ich einmal gehört habe. Das macht richtig Laune und Ihr könnt es gleich mal mit Euren Kindern einstudieren. Hahahahaha – Das gemeinsame Singen macht doch einen Mordsspaß und hat dabei gleich noch einen positiven Lerneffekt… :) Ich freue mich übrigens sehr über Selfies Eures Singens auf meinem Facebook Account – natürlich samt Vierbeiner!

Mützen, Jacken und Schuhe für Hunde? Tut das Not?

 Soviel erst einmal zum Thema Sicherheit. Was die wärmende Komponente angeht, scheiden sich die Geister bisweilen. Ich habe dazu auch so meine eigene Meinung. Zunächst jedoch gilt einmal die Grundregel: Gesunde Hunde brauchen keine Kleidung oder gar Schuhe(!). Im Gegenteil – oft irritiert es uns sogar. Das Gehabe und alberne Getue meines Windhund-Kumpels Simon spricht hier für sich. Als er seinen neuen – äußerst schnittigen und gut sitzenden – Hundeanorak in lindgrün anziehen musste, hat er sich im Anschluss einfach gar nicht mehr bewegt. Stocksteif und praktisch auf Zehenspitzen stand er in der Gegend herum. Wie ein Pointer beim Vorstehen sah das aus, nur mit dem winzigen Unterschied, dass er eben kein Pointer sondern ein Saluki ist – bekanntlich praktiziert diese Rasse das genaue Gegenteil von Stillstehen. Aber das interessierte den werten Herren nicht. Wer Salukis kennt, weiß, wovon ich rede und das da nichts zu machen ist. Gar nichts. Und glaubt mir Freunde, ich kenne das schnelle Früchtchen nicht erst seit gestern. NATÜRLICH musste Simon seinen Anorak seitdem nie wieder anziehen.

Trotzdem hat uns das sehr deutlich gezeigt, dass selbst ein so dürres Kerlchen wie Simon mit sehr wenig Körperfett, keinen Mantel braucht, sofern – und das ist die Voraussetzung dafür, ja,  sofern sie ausreichend in Bewegung bleiben!

Und falls sich jetzt doch irgendjemand sorgen machen sollte, weil Simon als Windhund grundsätzlich kein Jäckchen trägt: Das Sensibelchen wird bald 5 Jahre und war noch nie krank (höchstens alle um ihn herum – hahahahahaha – war doch nur ein Scherz!)… :-0

Auch ohne seinen lindgrünen Anorak putzmunter und vergnügt im Schnee unterwegs … Der Simon!

Ist Euer Vierbeiner jedoch wirklich krank, extrem empfindlich oder auch schon sehr betagt, dann kann tiergerechte Kleidung sehr nützlich oder gar notwendig sein. Oder wenn Herrchen oder Frauchen schlecht zu Fuß sind und ein zügiges Tempo bei Eis und Minustemperaturen nicht vorhalten können, dann kann ein geeigneter Hundemantel eine echte Bereicherung sein. Trotzdem möchte ich an dieser Stelle noch einmal an Euren Menschenverstand appellieren: Wir sind keine Püppchen und auch wir kennen ein Schamgefühl (auch wenn uns dies der ein oder andere Nicht-Hundebesitzer gerne abspricht), das bedeutet: Ob die Klamotte unangemessen (gar peinlich) ist oder schlichtweg nicht passt oder nicht gefällt, könnt Ihr im Normalfall sehr leicht an unserer Körpersprache erkennen. Man könnte auch sagen: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler.“

Pfotenpflege nicht vergessen!

Dann noch ein letzter Sicherheitstipp für Euch Hundehalter im Winter von mir: Denkt an die Pfoten Eurer Fellnasen. Streusalz ist nicht zu unterschätzen – ich spreche aus leidvoller Erfahrung. Am besten Ihr kauft einen dicken Pott Vaseline und cremt die Ballen vor dem Spaziergang damit ein. Ob das wirklich nötig ist, hängt natürlich auch immer davon ab, wo Ihr wohnt, aber insbesondere in städtischen Gefilden ist hier Vorsicht geboten. Dass eine Deutsche Dogge mit ihren lederähnlichen Ballen da natürlich tendenziell weniger gefährdet ist als zum Beispiel die seidigen Söhlchen eines Yorkshire Terriers ist ja klar und sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

In diesem Sinne wünsche ich Euch und Euern treuen Begleitern von Herzen viele, schöne und vor allem sichere gemeinsame Spaziergänge, Ausflüge, Gassirunden, Radtouren, Ausritte und was es sonst noch alles Wundervolles von Mensch und Hund zu unternehmen gibt. Ihr werdet es wissen!

Eure Käthe

Tags: , ,

Kommentieren