„Wie macht Arbeit Sinn?“ – Ein Impulsworkshop

Wir Upstalsboomer haben das große Glück, dass wir viele Möglichkeiten zu Entfaltung und Weiterbildung haben. Dieses Mal sollte es aber anders sein: Wir haben in einem Impulsworkshop unser Wissen und unsere Erfahrung an andere weitergegeben.

Ein Impulsworkshop für mehr Sinnstiftung und Potenzialentfaltung in der Arbeitswelt

Eine Premiere der etwas anderen Art …

Anja, Johanna, Nicole, Marie, Lena-Marie, Anica

Da waren wir also. Im NOON in Bremen. Lange hatten wir uns auf diesen Tag vorbereitet. Wir, das sind die Upstalsboomerinnen Anja, Johanna, Marie, Lena-Marie und Anica, sowie Nicole Kahrs – Initiatorin für Sinnstiftung und Potenzialentfaltung.
Ursprünglich wollten wir am 23. Oktober ausschließlich den Film „Die Stille Revolution“ zeigen. Doch dann hatten wir eine Idee: Was ist, wenn wir das, was wir inzwischen mit geballter Upstalsboom-Seminar-Erfahrung gelernt hatten, an andere weitergeben? Schließlich durften wir so schon sehr viel über uns lernen. Und diese Möglichkeit anderen zu bieten, wäre doch wunderbar.

Die Teilnehmer des Workshops am 23. Oktober 2017

Also beschlossen wir, einen vorgelagerten Workshop zu organisieren. Die Resonanz und das Interesse haben uns wahrhaft überwältigt. Vom ursprünglichen Bedenken, ob wir wohl 10-15 Menschen dafür begeistern können, war am Ende nichts mehr zu spüren. Wir mussten sogar Interessierten absagen. Über 30 Menschen hatten sich in kürzester Zeit angemeldet. Und das zeigte uns ganz deutlich, dass es einen ganz starken Wunsch und eine Sehnsucht nach „Sinnstiftung und Potenzialentfaltung in der Arbeitswelt“ gibt.

Was haben wir im Workshop gemacht?

Die Frage, die uns bei der Vorbereitung beschäftigte, war: „wie schaffen wir es in 5 Stunden einen ersten Eindruck von der Arbeitsweise von Upstalsboom, Sinnstiftender Arbeit sowie Werteerstellung zu geben und gleichzeitig alle dazu einzuladen, etwas für sich selbst mitzunehmen…“?

Wir entschieden uns für eine bunte Mischung aus Praxisberichten des Upstalsboom Weges, angewandten Methoden zur Potenzialentfaltung und Übungen zur Selbsterfahrung sowie Impulse zur Erstellung des persönlichen Leitbildes.

Wir fingen mit dem Ritual an. Eine vorerst ungewohnte Übung. „Ich habe jetzt 2 Minuten Zeit, um mich vorzustellen?“. Dabei ging es uns mehr um das, was sich hinter dem Namen und der Berufsbezeichnung verbarg. Das kurze wertschätzende Feedback ist ein Balsam für die Seele und schaffte eine sofortige Verbundenheit unter den Gruppen.

Wer oder was ist eigentlich dieser „Sinn“?

Begriffe wie Potenzial, Spiritualität oder auch Sinnstiftung sind heutzutage auf jeder zweiten Zeitschrift zu lesen. Einerseits hat sich in den letzten Jahren/ Monaten ein richtiger Hype entwickelt, andererseits entfernen wir uns auch immer weiter vom technischen, rein funktionellen Zeitalter und nähern uns dem „Warum“. Das Bewusstsein und die Sehnsucht danach sind gewachsen.

Und so wollten wir auch mit unseren Workshop-Teilnehmern uns etwas mehr dem „warum“ mit der Frage „Was ist für Dich wirklich wesentlich“ nähern.

Die dazugehörige Übung nennt sich „Diade“ – 7 Minuten hat der Antwortende Zeit die Frage zu beantworten. Und der Fragende hat nichts weiter zu tun, als stoisch diese Frage zu stellen und sich Notizen zu machen. Und das ist das, was für die meisten schon ungewohnt ist – nicht zu kommentieren. Nicht immer gleich alles auf sein eigenes Leben zu adaptieren und mit „ja, das kenne ich auch, weil…“ zu unterbrechen. Einfach zuhören. Dem Antwortenden Raum geben, auch wirklich mal nachzudenken und sich dabei schon ganz viel bewusst werden zu lassen.

Eine immer wieder tolle Übung, die auch toll angenommen wurde.

Bewusstseinsentwicklung umsetzen – Haltung und Verhalten

Wir aßen, lachten und tauschten uns miteinander aus.

Doch ein Thema lag uns noch auf dem Herzen. Das Thema „Werte“. Wir bei Upstalsboom haben vor 5 Jahren unseren eigenen Wertebaum entwickelt. So sehr die reine Suche nach passenden Werten nur der Anfang ist, er muss erfolgen.

Und so gingen wir ein letztes Mal in eine praktische Übung. Wir nahmen Begrifflichkeiten aus der Diade mit und überlegten uns, was ein Wert wie „Vertrauen“ bedeutet. Womit verbinden wir es? Mit Mut? Ehrlichkeit? Aufrichtigkeit? Offenheit? Authentizität? Ferner war die Frage, wie wir es ausdrücken können? Durch Mimik, Gestik, sich Zeit nehmen, Feedback geben. Schlussendlich hatten wir ein gemeinsames Verständnis erhalten. Doch häufig hält uns der sogenannte „Alltag“ davon ab. Warum eigentlich?

Werte prägen uns. Sie formen eine Gesellschaft und fördern eine gute Zusammenarbeit. Und doch werden sie häufig vernachlässigt, da…ja, warum denn? Mit dieser Übung wollten wir nicht nur beispielhaft zeigen, wie im Team Werte entwickelt werden können, sondern auch das Bewusstsein darauf lenken, dass wir Werte niemals vernachlässigen. Und der Aspekt „dafür habe ich keine Zeit“ eine leere Phrase ist.

Was haben wir gelernt?

Ein toller, abwechslungsreicher Tag liegt hinter uns. Die anfängliche Aufregung hatte sich im Nu gelegt. Es ist großartig, Menschen Impulse geben zu dürfen. Etwas weiterzugeben, was man selbst erfahren durfte.

Es wird auf jeden Fall nicht der letzte Workshop gewesen sein, den wir durchführen und wir freuen und jetzt schon auf das nächste Mal.

Und dann kam der Film …

Die Stille Revolution heißt nicht nur das Buch von Bodo Janssen, sondern auch ein 90-minütiger Film zum Thema Kulturwandel in der Arbeitswelt. Wir haben Professoren, Wissenschaftler und Praktiker interviewt. Expertenmeinungen eingeholt und immer wieder Upstalsboomer nach ihren Erfahrungen gefragt. Entstanden ist ein Film gefüllt mit Emotionen, Beispielen und theoretischen Ansätzen.

Es war ein schöner Abschluss zu dem vorangestellten sehr praktischen Workshop und auch hier war das Interesse so groß, dass wir komplett ausgebucht waren.

 

In der schönen Atmosphäre des NOONs schauten wir also noch gemeinsam den Film. Im Anschluss vertieften wir unser Thema „Arbeiten mit Sinn und Menschlichkeit“ noch mit einem Upstalsboom-Talk. Im Gespräch mit Nicole Kahrs berichteten Bettina Cramer, Marie Koch und Bodo Janssen aus ihren ganz persönlichen Perspektiven und gaben Einblicke, was passiert, wenn ein Team die Gehälter offenlegt und neu anpasst oder ein Geschäftsführer an das Potenzial junger Menschen glaubt und mi

Eure Marie

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Kommentare (2)

  • Claudia Huebner

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    Liebe Marie!

    Ich war an dem Tag dabei und habe zugehört, geschwiegen und genossen. Ich fühle mich einfach in allem bestätigt was ich denke, fühle, wie ich arbeite. Schön, dass mehr und mehr Menschen so arbeiten wie es „richtig“ ist.

    Vielleicht habe ich ja mal die Chance Euer Hotel zu besuchen.

    Ganz herzliche Grüße

    Claudia Hübner

    Reply

  • Katharina Zimmermann

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    Liebe Marie,
    vielen Dank für diesen schönen Einblick. Ich finde es großartig und mutig von Euch, ganz persönliche Erfahrungen die Ihr gemacht habt an andere weiterzugeben.
    Liebe Grüße Katharina.

    Reply

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