Zuckerkonsum – darf es auch gesünder sein?

Müde? Abgekämpft? Antriebslos? Das könnte am Zuckerkonsum liegen. Aber muss man darauf wirklich ganz auf die süße Sünde verzichten, um gesund zu leben? Und geht das überhaupt? 


Wir essen viel zu viel Zucker. Täglich. In nahezu jedem Lebensmittel ist Zucker enthalten. Ob als Zucker deklariert oder als Fructose, Glucose und Co. Während die Weltgesundheitsorganisation für einen Erwachsenen eine Zuckerration von 25 Gramm am Tag empfiehlt, nehmen wir diese Menge oftmals schon beim Frühstück zu uns. Durch Müsli mit Zuckerzusatz, durch Fruchtsäfte oder auch durch Joghurt. Aber das muss doch auch anders gehen!?

Ich für meinen Teil reduziere zur Zeit meinen Zuckerkonsum und verzichte seit mehreren Wochen auf Zucker. Zwar nicht streng und in jedem Fall, aber Bonbons, Kuchen und auch den Zucker im Kaffee lasse ich liegen. Müsli und Obst essen ich weiterhin. Seitdem fühle ich mich wacher und fitter. Auch meine Ausdauer hat zugenommen und ich habe auf der Waage ein Minus von zwei Kilo feststellen können.

Weniger Zucker für ein gesünderes Leben?

Aber auch sonst versuchen immer mehr Menschen auf Zucker zu verzichten. Sei es, weil sie ein bewussteres Leben führen möchten oder auch im Rahmen einer Anti-Zucker-Challenge.

Dass zu viel Zucker ungesund ist, kommt in der Gesellschaft an. Viele Produkte gibt es bereits zuckerreduziert – doch das muss nichts heißen. Das zeigt zum Beispiel die Reportage mit und von Tim Mälzer. Ich muss zugeben, auch ich war da zum Teil doch geschockt.

Wer auf Zucker verzichten möchte, kann das allerdings doch recht einfach tun. Auch bei Upstalsboom wird bei den Gästen der Zuckerkonsum immer wichtiger. So wird vielfach schon mit Honig statt Zucker gesüßt, doch das Thema ist lange noch nicht so verbreitet wie die vegetarische oder vegane Ernährung. Beim Frühstück gibt es bei Upstalsboom zuckerreduzierte Lebensmittel; zudem steht zum Süßen auch Stevia bereit. Ein Zuckerersatzstoff, der immer beliebter wird.

Ich süße statt mit Zucker immer öfter auch mit Xucker. Xucker besteht aus Xylit, ist auch als Birkenzucker bekannt und in jedem gut sortierten Reformhaus zu bekommen. Genauso oft nehme ich aber statt Zucker auch Ahornsirup, obwohl dieser im Körper keinen großen Unterschied zum herkömmlichen Zucker macht. Lediglich mit der Menge sollte man vorsichtig sein, da Xucker eine leicht abführende Wirkung hat.

Dennoch könnte ich sicherlich noch mehr machen. Die Überzuckerung wird ja schnell deutlich. Denkt man zumindest. Oder hättet Ihr gedacht, dass ein Glas Fruchtsaft mehr Zucker enthält als ein Glas Cola? Tatsächlich, denn auch Fruchtzucker ist Zucker und am Ende genauso ungesund. Ich habe mich irgendwann überzuckert gefühlt. Ich habe gemerkt, dass ich nicht mehr die volle Leistung bringen kann. Ebenso hat mein Körper immer mehr nach Zucker geschrien. Auf einen Bonbon folgte der nächste Bonbon, auf das Stück Schokolade manchmal auch die ganze Tafel. Und genau das musste ein Ende haben.

Wie kann ich ohne Zucker leben? Oder mit weniger Zucker?

dried-fruit-700030Ganz ohne Zucker muss es vielleicht gar nicht sein. Aber ein bewussterer Umgang mit unserem Zuckerkonsum ist vielleicht eine Empfehlung wert. Experten raten, zunächst für zwei Wochen komplett auf Zucker zu verzichten. Drei Tage lang soll das sehr hart und anstrengend sein. Nach zwei Wochen sind dann Trockenfrüchte und Co. erlaubt. So verändert sich vielfach schon das Bewusstsein für den Konsum von Zucker. Genauso ist es ratsam, sich ganz genau mit den Zutaten zu befassen, die auf jeder Verpackung zu finden sind. Zu viel Zucker? Dann raus damit aus dem Einkaufswagen. Das gilt nicht nur für Cola. Auch bei Brot und Co. sollte man sich manchmal fragen, warum und weshalb da überhaupt so viel Zucker drin sein muss.

Zudem lohnt sich auch der Verzicht auf Süßstoffe. Diese sind vielfach einfach unnötig und schüren den Drang, noch mehr Süßes zu verspeisen.

Rezepttipp: Kekse ohne Zucker

Wenn Ihr es einmal ausprobieren möchtet, wie zuckerfreier Konsum schmeckt, der kann einfach mal selber Kekse backen, die ohne Zucker auskommen. Dafür braucht Ihr diese Zutaten:

  • 250 Gramm zarte Haferflocken
  • 100 Gramm weiche Butter
  • drei Esslöffel Orangensaft
  • vier Esslöffel Honig
  • zwei Esslöffel Kakaopulver
  • ein Esslöffel Ahornsirup
  • ein Ei

Die Haferflocken röstet Ihr in einer Pfanne leicht an und vermischt in der Zwischenzeit alle weiteren Zutaten. Danach gebt Ihr die Haferflocken nach und nach hinzu. Mit Löffeln formt Ihr daraus nun kleine Haufen, die Ihr auf einem Backblech mit Backpapier plattdrückt. Die Kekse werden dann für 25 Minuten bei 180 Grad gebacken. Ich persönlich finde das Rezept sehr lecker und man kann hier mit Banane und anderen Zutaten auch noch verfeinern oder variieren.

Aber das Belohnungszentrum!

Der harte Zuckerentzug kann schwierig sein. Immerhin verbindet unser Gehirn Süßes mit Belohnung und Wohlbefinden. Es ist daher auch gar nicht allzu klug, ganz auf süße Geschmäcker zu verzichten. Doch weniger Zuckerkonsum – das ist am Ende ganz sicher gesund. Bei Upstalsboom bekommt Ihr für ein zuckerbewussteres Leben auf Wunsch auch die passende Unterstützung. Und den Traubenzucker auf dem Kopfkissen denkt Ihr Euch dann einfach weg.

Beste Grüße

Sebastian

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